Burnout-Prävention, die im Körper ankommt
Die meisten Präventionsangebote bleiben im Kopf: ein Vortrag, ein Seminar, ein Handout. Unsere Workshops verbinden Atemtechnik und Kälteexposition zu einer Erfahrung, die Mitarbeitende körperlich machen – und an die sie sich auch Monate später noch erinnern. Durchgeführt von ausgebildeten Trainern, bundesweit, bei euch vor Ort.
- 90 Minuten bis Tagesformat
- Trainer reisen bundesweit an
- Klare Sicherheitsstandards

- 90 Min.kürzestes Format
- 7–30Teilnehmende pro Gruppe
- DutzendeTrainer im DACH-Raum
- Indooroder am Naturgewässer
Warum klassische Präventionsangebote verpuffen
Die Zahlen zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz sind seit Jahren bekannt, und die meisten Unternehmen reagieren darauf: Es gibt den Resilienz-Workshop, das E-Learning-Modul, die Infomail zum Thema Stressmanagement. Was dabei oft fehlt, ist die Übersetzung in den Körper. Mitarbeitende wissen danach, dass sie Pausen machen sollten – sie haben aber nicht erlebt, wie sich das eigene Nervensystem anfühlt, wenn es umschaltet.
Genau da setzt Kälteexposition in Kombination mit Atemarbeit an. Der Einstieg ins kalte Wasser erzeugt eine unmittelbare Stressreaktion: schnelle Atmung, steigender Puls, der Impuls, sofort wieder herauszugehen. Unter Anleitung lernen Teilnehmende in dieser Situation, die Atmung bewusst zu steuern und die Reaktion herunterzuregulieren – in zwei bis drei Minuten, mit sofort spürbarem Ergebnis.
Das ist der eigentliche Lerninhalt: Stress ist regulierbar, und man kann die Regulation trainieren. Wer das einmal am eigenen Körper erlebt hat, überträgt es deutlich leichter auf das schwierige Gespräch, die Deadline oder den überfüllten Posteingang.
Kurz eingeordnet: Ein Workshop ist Prävention, keine Behandlung. Wer bereits in einer akuten Erschöpfung steckt, braucht ärztliche oder therapeutische Unterstützung – darauf weisen wir im Vorgespräch hin.
Was Atmung, Kälte und Bewegung bewirken
Unsere Workshops arbeiten mit drei Bausteinen, die sich gegenseitig verstärken – und von denen jeder für sich schon wirkt.
Atemtechnik: der schnellste Zugang zum Nervensystem
Der Atem ist die einzige Funktion des autonomen Nervensystems, die automatisch läuft und die man trotzdem jederzeit bewusst steuern kann. Eine Meta-Analyse randomisiert-kontrollierter Studien zeigt, dass Breathwork Stress senkt und sich auch günstig auf Angst- und Depressionssymptome auswirkt.1 In einer Untersuchung der Stanford University reichten fünf Minuten strukturierter Atmung pro Tag, um die Stimmung über einen Monat messbar zu verbessern – deutlicher als eine vergleichbare Achtsamkeitsübung.2 Und langsames Atmen erhöht zuverlässig die Herzratenvariabilität, einen etablierten Marker für ein belastbares Nervensystem.3
Kälte: Stressregulation unter echten Bedingungen
Im kalten Wasser lässt sich die Atemtechnik unter echtem Druck anwenden statt im geschützten Seminarraum. Ein Programm aus Atemtechnik, Kälteexposition und Meditation führte in einer vielbeachteten Studie zu einem deutlichen Adrenalinanstieg und einer messbar abgeschwächten Entzündungsreaktion.4 Den Effekt, der am meisten überzeugt, spüren Teilnehmende aber selbst: Die Schockreaktion auf kaltes Wasser wird mit jeder Wiederholung schwächer und lässt sich über die Atmung steuern.5 Beim zweiten Durchgang am selben Tag merkt das fast jeder.
Bewegung: der Transfer in den Alltag
In den längeren Formaten kommt Bewegung dazu – eine Wanderung, Mobilisation oder Yoga. Sie rahmt die Kälte, hilft beim Aufwärmen und ist der Baustein, den Teilnehmende am leichtesten in ihren Alltag übernehmen. Aus dem Workshop wird so keine einmalige Erfahrung, sondern der Startpunkt für eine Routine.
Drei Formate, je nach Zeitbudget
Alle Formate laufen bei euch vor Ort – im Innenhof, auf dem Firmengelände, im Hotel oder am Naturgewässer. Jede Gruppe umfasst 7 bis 30 Personen. Größere Belegschaften teilen wir auf – dann kommen mehrere Trainer und die Gruppen laufen parallel.
Kompakt-Workshop
90 Minuten
- Dauerca. 90 Min.
- Gruppe7–30 Personen
- OrtIndoor oder outdoor
Das Einstiegsformat – gut geeignet als Programmpunkt auf einem Gesundheitstag, als Abschluss eines Teamtags oder als eigenständige Mittagsveranstaltung.
- Kurze Theorie: Stressreaktion, Nervensystem, was beim Eisbad im Körper passiert
- Angeleitete Atemübungen
- Begleitete Kälteexposition, jeder im eigenen Tempo
- Gemeinsames Aufwärmen und Austausch
Halbtages-Workshop
3–4 Stunden
- Dauer3–4 Std.
- Gruppe7–30 Personen
- OrtIndoor oder outdoor
Mehr Zeit für Theorie und für die zweite Runde im Wasser – erfahrungsgemäß der Moment, in dem der Groschen fällt, weil die Reaktion bereits spürbar schwächer ausfällt.
- Vertiefte Einordnung: wie Atmung und Kälte zusammenwirken
- Mehrere Atemtechniken für unterschiedliche Situationen
- Zwei Durchgänge Kälteexposition mit Reflexion dazwischen
- Transfer: konkrete Übungen für den Arbeitsalltag
Tages-Workshop
Ganztägig
- Dauer6–8 Std.
- Gruppe7–30 Personen
- Ortnach Absprache
Das Format für Offsites und Führungskräfte-Retreats. Kälte und Atmung bilden den roten Faden, kombiniert mit weiteren Bausteinen nach eurer Zielsetzung.
- Alle Inhalte des Halbtages-Formats
- Zusätzlich wählbar: Bewegung, Yoga, Wanderung in der Natur
- Weitere Formen der Kälteexposition, etwa Kontrastbäder oder Sauna-Kombination
- Abschluss mit individuellem Plan für die nächsten vier Wochen

Was am Tag selbst passiert
Niemand muss ins Wasser. Das ist keine Floskel, sondern die Grundregel jedes Workshops – und genau deshalb gehen am Ende fast alle rein.
- Vorgespräch zu Zielsetzung, Gruppe und Rahmenbedingungen
- Gesundheits-Selbstauskunft vor der Teilnahme, Ausschlusskriterien werden klar benannt
- Die Kälteexposition ist freiwillig – wer zuschaut, bekommt denselben Theorie- und Atemteil
- Durchgehende Betreuung durch ausgebildete Trainer, nie unbeaufsichtigtes Baden
- Angeleitetes Aufwärmen statt heißer Dusche
Drei Setups – je nachdem, was ihr habt
Die häufigste Rückfrage von HR lautet: Was müssen wir eigentlich stellen? Antwort: im Idealfall Wasser und Eis, alles andere lässt sich lösen.
Ihr stellt Wasser und Eis
Die günstigste und schnellste Variante. Ihr habt einen Wasseranschluss und organisiert Eis über einen lokalen Lieferanten, wir bringen Becken, Material und Trainer mit. Für die meisten Firmenstandorte problemlos machbar.
Wir bringen das Eis mit
Kein Eislieferant in der Nähe oder ihr wollt euch nicht darum kümmern? Dann übernehmen wir die Beschaffung und den Transport. Das schlägt sich im Angebot nieder, spart euch aber die komplette Organisation.
Wir bringen Kühlaggregate mit
Für größere Gruppen, mehrtägige Formate oder wenn Eis logistisch nicht funktioniert: Wir stellen Becken mit Kühleinheit, die das Wasser zuverlässig unter 5 °C halten. Braucht einen Stromanschluss vor Ort.
Burnout-Prävention im BGM: Wo ein Workshop hineinpasst
Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als eine Veranstaltung. Ein Workshop ersetzt weder eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung noch strukturelle Änderungen an Arbeitsmenge, Führung oder Erreichbarkeitserwartungen. Was er leisten kann, ist zweierlei: Er vermittelt eine konkrete Selbstregulationsfähigkeit, und er signalisiert der Belegschaft, dass das Thema ernst genommen wird.
In der Praxis funktionieren drei Anlässe besonders gut:
- Gesundheitstag. Als Programmpunkt neben Vorträgen und Screenings – das Format, über das Mitarbeitende hinterher reden.
- Führungskräfte-Offsite. Wer selbst erlebt hat, dass Regulation trainierbar ist, kommuniziert anders über Belastung im Team.
- Teamtag nach einer intensiven Phase. Nach einem Go-Live, einem Audit oder einer Reorganisation als bewusster Schlusspunkt.
Wenn ihr das Thema breiter aufsetzen wollt, findet ihr auf der Seite Eisbaden im BGM und am Gesundheitstag die organisatorische Seite im Detail. Geht es speziell um die Führungsebene, ist Eisbaden für Führungskräfte der passende Einstieg.
Für wen Kälteexposition nicht geeignet ist
Damit ihr vorab wisst, worauf wir achten: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer füllt vor dem Workshop eine kurze Selbstauskunft aus.
| Situation | Teilnahme an der Kälteexposition |
|---|---|
| Bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung, Herzrhythmusstörungen | Nicht ohne ärztliche Freigabe |
| Bluthochdruck, auch medikamentös eingestellt | Nur nach ärztlicher Abklärung |
| Schwangerschaft | Keine Teilnahme an der Kälteexposition |
| Epilepsie, Krampfanfälle in der Vorgeschichte | Keine Teilnahme |
| Akuter Infekt, Fieber | Keine Teilnahme an diesem Tag |
| Raynaud-Syndrom, Kälteurtikarie | Keine Teilnahme |
| Unsicherheit, allgemeines Unwohlsein | Theorie- und Atemteil ja, Wasser freiwillig |
Aktivierende Atemtechniken mit Hyperventilation praktizieren wir grundsätzlich getrennt vom Wasser, im Sitzen oder Liegen an Land. Im Wasser wird ausschließlich ruhig geatmet und niemals der Atem angehalten. Mehr dazu in unseren Guides zu den Risiken beim Eisbaden und zur Atmung beim Eisbaden.
Mit wem wir arbeiten
Industrie und Mittelstand
Unter anderem ein Messtechnik-Konzern aus Baden-Württemberg, für den wir Workshops im Rahmen des Gesundheitsprogramms durchgeführt haben.
Unternehmensberatung
Ein weltweit tätiges Strategieberatungsunternehmen, das die Formate für Teams mit hoher Reise- und Projektbelastung eingesetzt hat.
Öffentlicher Dienst
Eine deutsche Polizeibehörde – eine Zielgruppe, in der Stressregulation unter Druck nicht Theorie, sondern Teil des Berufs ist.
Wir nennen Kundennamen nur mit ausdrücklicher Freigabe. Wenn ihr vor einer Entscheidung mit einer Referenz sprechen möchtet, stellen wir nach Rücksprache gerne einen Kontakt her.
Häufige Fragen
Hilft Eisbaden wirklich gegen Burnout?
Eisbaden ist keine Behandlung von Burnout. Belegt ist, dass Atemtechniken selbstberichteten Stress reduzieren und die Herzratenvariabilität erhöhen, und dass die Stressreaktion auf Kälte durch regelmäßige Exposition schwächer wird. Ein Workshop vermittelt eine trainierbare Selbstregulationsfähigkeit – er ersetzt weder Therapie noch strukturelle Veränderungen an der Arbeitssituation.
Müssen alle Mitarbeitenden ins kalte Wasser?
Nein. Die Kälteexposition ist in jedem Workshop freiwillig. Wer nicht ins Wasser geht, nimmt am Theorie- und Atemteil vollständig teil. Erfahrungsgemäß entscheiden sich die meisten im Verlauf des Workshops doch dafür – aber nie unter Gruppendruck.
Was kostet ein Workshop zur Burnout-Prävention?
Das hängt von Gruppengröße, Format, Anfahrt und der Infrastruktur vor Ort ab. Schreibt uns diese vier Punkte, dann bekommt ihr zeitnah ein konkretes Angebot.
Wie viele Personen können gleichzeitig teilnehmen?
Wir arbeiten mit 7 bis 30 Personen pro Gruppe – in jedem Format. Größere Belegschaften teilen wir auf: Dann kommen mehrere Trainer, und die Gruppen laufen parallel oder nacheinander.
Was müssen wir als Unternehmen bereitstellen?
Im Idealfall einen Wasseranschluss und Eis von einem lokalen Lieferanten. Ist das nicht möglich, bringen wir entweder Eis oder Becken mit Kühlaggregat mit – für Letzteres brauchen wir einen Stromanschluss.
Ist der Workshop nach § 20 SGB V zertifiziert?
Nein. Damit greift der Freibetrag nach § 3 Nr. 34 EStG nicht. Je nach Ausgestaltung kommen die Regelungen zur Betriebsveranstaltung oder die Pauschalierung nach § 37b EStG in Betracht. Das solltet ihr mit eurer Steuerabteilung klären.
Kommt ihr auch an unseren Standort?
Ja. Unsere Trainer sind im gesamten DACH-Raum verteilt und reisen an. Die Anfahrt fließt ins Angebot ein.
Findet der Workshop auch im Sommer statt?
Ja. Im Sommer kühlen wir das Wasser mit Eis oder Kühlaggregaten auf unter 5 °C. Der Kältereiz ist derselbe – der Kontrast zur Außentemperatur wird von vielen sogar als intensiver erlebt.
Sagt uns, was ihr vorhabt – wir melden uns mit einem Vorschlag
Mit vier Angaben können wir direkt kalkulieren, statt dreimal nachzufragen.
2. Wunschformat: 90 Minuten, Halbtag oder Tag
3. Ort beziehungsweise Standort
4. Sind Wasser und Eis vor Ort verfügbar?
Lieber direkt sprechen? +49 1520 5829133
Quellen
- Fincham GW et al. (2023): Effect of breathwork on stress and mental health: A meta-analysis of randomised-controlled trials. Scientific Reports 13, 432. Link
- Balban MY et al. (2023): Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Reports Medicine 4(1). Link
- Laborde S et al. (2022): Effects of voluntary slow breathing on heart rate and heart rate variability: A systematic review and a meta-analysis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews. Link
- Kox M et al. (2014): Voluntary activation of the sympathetic nervous system and attenuation of the innate immune response in humans. PNAS 111(20), 7379–7384. Link
- Tipton MJ et al. (2017): Cold water immersion: kill or cure? Experimental Physiology 102(11). Link
