Ob Eisbaden wirklich gesund ist, ist wohl eine der am häufigsten gestellten Fragen, wenn es um den Sprung ins eiskalte Wasser geht. Und dieses Thema wird durchaus kontrovers diskutiert. Während viele erfahrene Eisbader und Eisbaderinnen auf den positiven Effekt für die Gesundheit und das Wohlbefinden schwören, argumentieren einige Wissenschaftler, dass bislang nicht ausreichend Studien und somit fundierte Beweise vorliegen, um Eisbaden als gesund oder gar gesundheitsfördernd bezeichnen zu können. In diesem Artikel stellen wir euch viele verschiedene Studienergebnisse vor, die verschiedene gesundheitliche Auswirkungen des Eisbadens unter die Lupe nehmen. Wir haben dazu auch separate Posts zu den gesundheitlichen Vorteile des Eisbadens aber auch den Risiken und Nebenwirkungen des Eisbadens, die euch ebenfalls eine gute Übersicht geben.
Wir haben für diese Überarbeitung jede einzelne Studie noch einmal nachgeschlagen und dabei auch drei Quellen aus der alten Fassung entfernt, die sich nicht verifizieren ließen. Das gehört unserer Meinung nach dazu, wenn man über Gesundheit schreibt. Was hier steht, ist so nah an der tatsächlichen Studienlage wie wir es hinbekommen, samt der Stellen an denen die Forschung eben noch keine klare Antwort hat.
Inhaltsverzeichnis
Ist Eisbaden gesund? Die kurze Antwort
Eisbaden ist für gesunde Menschen in der Regel gesund, wenn es richtig dosiert wird. Am besten belegt sind die Effekte auf Stimmung, Stressverarbeitung und Kälteanpassung. Deutlich schwächer belegt sind die Versprechen zu Immunsystem, Entzündungen und Fettverbrennung. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann Eisbaden dagegen tatsächlich gefährlich sein. Kurz gesagt: die Wirkung ist real, sie ist aber kleiner und spezifischer als das Internet behauptet.
| Behauptung | Wie gut belegt? |
|---|---|
| Bessere Stimmung, mehr Wachheit direkt danach | gut belegt |
| Gewöhnung an Kälte, weniger Kälteschock | gut belegt |
| Aktivierung von braunem Fettgewebe | gut belegt |
| Weniger Stress im Alltag | Hinweise vorhanden |
| Weniger Muskelkater nach dem Sport | Hinweise vorhanden, Placebo-Anteil unklar |
| Besserer Schlaf | schwache Hinweise |
| Stärkeres Immunsystem, weniger Infekte | widersprüchlich |
| Weniger Entzündungen im Körper | widersprüchlich bis gegenteilig |
| Abnehmen durch Eisbaden | schwach, Effekt klein |
| Heilung von Krankheiten | nicht belegt |
Die positiven Aspekte, auf die im Zusammenhang mit Eisbaden häufig hingewiesen wird, sind vielfältig. Grundsätzlich kann zwischen Wirkungen auf die physische und auf die mentale Gesundheit unterschieden werden. Durch Eisbaden sollen also Veränderungen in Körperfunktionen, aber auch in der Psyche stattfinden. Gehen wir das der Reihe nach durch.
Wie belastbar ist die Studienlage wirklich?
Bevor wir in die einzelnen Themen einsteigen, ein Abschnitt den wir wichtig finden und den man auf anderen Seiten selten liest. Denn „eine Studie zeigt“ ist eine Formulierung, hinter der sich sehr Unterschiedliches verbergen kann.
Die Eisbaden-Forschung hat vier strukturelle Probleme, und die ziehen sich durch fast alle Arbeiten die wir unten zitieren:
- Sehr kleine Gruppen. Viele der bekanntesten Studien haben zehn, dreißig oder vierzig Teilnehmer. Bei so kleinen Zahlen können Zufallseffekte wie echte Ergebnisse aussehen.
- Man kann Eisbaden nicht verblinden. Jeder Teilnehmer weiß, ob er gerade in 4 Grad kaltem Wasser sitzt. Damit lässt sich der Placebo-Effekt praktisch nicht sauber herausrechnen, und genau das ist bei einem so intensiven Reiz ein großer Faktor.
- Selektionseffekt. Wer regelmäßig im Winter in einen See steigt, ist im Schnitt sportlicher, gesünder und sozial besser eingebunden als der Durchschnitt. Wenn Winterschwimmer gesünder sind, kann das am Eisbaden liegen. Es kann aber auch daran liegen, dass gesündere Menschen eher eisbaden.
- Frauen sind massiv unterrepräsentiert. Die große Übersichtsarbeit von Cain und Kolleginnen (PLOS ONE, 2025) stellt ausdrücklich fest, dass in ihren elf eingeschlossenen randomisierten Studien im Grunde nur eine einzige Frauen einbezogen hat. Was das für Frauen konkret bedeutet, weiß derzeit schlicht niemand. Wir haben dem Thema deshalb einen eigenen Beitrag zu Frauen und Eisbaden gewidmet.
Die Autorinnen und Autoren dieser Übersichtsarbeit fassen es selbst so zusammen, dass es zu den Auswirkungen von Kaltwasserimmersion auf die Allgemeinbevölkerung bislang nur begrenzt hochwertige Evidenz gibt und mehr belastbare Daten nötig sind, um sowohl das Sicherheitsprofil als auch die behaupteten gesundheitlichen Vorteile zu bestätigen. Das ist keine Absage an das Eisbaden. Es ist eine Aufforderung, die Erwartungen realistisch zu halten.
Wir halten es deshalb im ganzen Artikel so: wo die Daten gut sind, sagen wir das. Wo sie dünn sind, sagen wir das auch. Und wo eine viel zitierte Behauptung sich beim Nachschauen in Luft auflöst, schreiben wir es hin, statt sie einfach weiterzureichen.
Die Studien zu Eisbaden und Gesundheit auf einen Blick
Wenn du wenig Zeit hast, reicht diese Tabelle. Die ausführliche Besprechung jeder Studie folgt darunter.
| Thema | Studie | Ergebnis in einem Satz |
|---|---|---|
| Immunsystem | Janský et al. 1996 | Nach 6 Wochen regelmäßiger Kälte leichte Aktivierung des Immunsystems, einmalig kein Effekt. |
| Krankmeldungen | Buijze et al. 2016, n = 3.018 | 29 % weniger Fehltage nach 30 Tagen kaltem Duschen. |
| Atemwegsinfekte | Collier et al., Rhinology 2021 | Kein klarer Schutzeffekt gegenüber Poolschwimmern. |
| Oxidativer Stress | Siems et al. 1994 | Anpassung an wiederholten oxidativen Stress, Hinweis auf Abhärtung. |
| Herz-Kreislauf | Manolis et al. 2019 | Abhärtende Wirkung möglich, für Herzkranke potenziell lebensgefährlich. |
| Herzschutz | Chęcińska-Maciejewska et al. 2015 | Bei erfahrenen Eisbadern Hinweise auf kardioprotektive Anpassungen. |
| Braunes Fett | Søberg et al., Cell Rep Med 2021 | Winterschwimmer regulieren braunes Fettgewebe messbar anders. |
| Hormone | Šrámek et al. 2000 | Bei 14 °C: Noradrenalin +530 %, Dopamin +250 %, Stoffwechsel +350 %. |
| Stimmung | Yankouskaya et al. 2023, n = 33 | Nach 5 Min bei 20 °C deutlich mehr positiver, weniger negativer Affekt. |
| Wohlbefinden | Huttunen et al. 2004 | Nach 4 Monaten mehr Energie und Aktivität, Schmerzlinderung bei Rheuma und Fibromyalgie. |
| Regeneration | Netzwerk-Meta-Analyse 2025, 55 RCTs | 10 bis 15 Min bei 11 bis 15 °C wirken am besten gegen Muskelkater. |
| Placebo-Anteil | Broatch et al. 2014 | Kaltwasser war nicht besser als ein Placebo-„Kältebad“. |
| Muskelaufbau | Roberts et al. 2015, Piñero et al. 2024 | Direkt nach Krafttraining dämpft Kälte den Muskelaufbau. |
| Entzündung | Cain et al., PLOS ONE 2025 | Direkt nach dem Bad stiegen Entzündungsmarker eher an. |
| Stressabbau | Cain et al., PLOS ONE 2025 | Messbar erst 12 Stunden nach dem Bad, nicht direkt danach. |
| Depression | Rymaszewska et al. 2020 (Kältekammer) | Als Zusatz zur Medikation deutliche Verbesserung der Depressionswerte. |
| Mentale Kontrolle | Muzik et al. 2018 | Wim-Hof-Techniken beeinflussen die Stressverarbeitung im Gehirn messbar. |
Stärkung des Immunsystems und Schutz vor Infektionen
Eisbaden genießt den Ruf als wahrer Booster des Immunsystems. Es heißt, wer regelmäßig ins eiskalte Wasser steigt, stärkt sein Immunsystem und schützt sich so vor Infekten. Tatsächlich gibt es einige wissenschaftliche Arbeiten, die zumindest andeuten, dass Eisbaden eine positive Wirkung auf das Immunsystem haben. 1996 veröffentlichten tschechische Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Studie, in der sie die Wirkung des Eisbadens auf das Immunsystem von jungen, sportlichen Männern untersuchten. Interessanterweise zeigte sich direkt nach dem Gang ins Eiswasser kaum eine Wirkung auf das Immunsystem der Teilnehmer, über eine längere Zeit (dreimal die Woche, sechs Wochen lang) konnten jedoch positive Veränderungen beobachtet werden. Durch die wiederholte Kälteexposition entstanden stressauslösende, nichtinfektiöse Stimuli für den Körper, welche das Immunsystem der Studienteilnehmer in geringem Maße aktivierten. Möchte man sein Immunsystem stärken, scheint also Regelmäßigkeit beim Eisbaden von zentraler Bedeutung zu sein.
Eine neuere Studie aus dem Jahr 2016 hat sich mit dem Thema Wechselduschen (von warm auf kalt wechseln) beschäftigt und seine Wirkungen auf die Gesundheit, Lebensqualität und Produktivität bei der Arbeit untersucht. Gute 3.000 Teilnehmer zwischen 18 und 65 Jahren duschten sich 30 Tage lang kalt und berichteten anschließend über ihre Erfahrungen. Als wichtigstes Ergebnis aus der Studie konnten die durchführenden Wissenschaftler feststellen, dass die Krankmeldungen innerhalb der Teilnehmergruppe um 29% zurückgingen.
Dieses 29-Prozent-Ergebnis wird gerne als Beweis herumgereicht, deshalb hier die Einordnung: die Zahl der Krankheitstage ging zurück, die Zahl der Krankheitsfälle jedoch nicht. Die Teilnehmer wurden also nicht seltener krank, sie meldeten sich seltener krank. Das kann bedeuten, dass die Infekte milder verliefen. Es kann aber genauso gut bedeuten, dass jemand der freiwillig 30 Tage lang kalt duscht, sich generell weniger schnell hängen lässt. Die Studie selbst weist darauf hin, dass die Teilnahme freiwillig war und die Gruppe damit vorselektiert.
2014 beschäftigte sich eine weitere Studie mit dem Zusammenhang von Eisbaden und Infektionen der oberen Atemwege. 13 Wochen lang wurden 44 Paare untersucht: Unter den Teilnehmern waren 21 Eisbader sowie 23 Schwimmer, die nur im Pool schwammen, und deren Partner, die während der Studie gar nicht ins Wasser stiegen. Die Eisbader erkrankten weniger als ihre Partner, zwischen den Eisbadern und den Schwimmern gab es jedoch keine signifikanten Unterschiede im Hinblick auf die Anzahl der Infektionen der oberen Atemwege. Dafür waren die dokumentierten Erkrankungen unter den Eisbadern sogar stärker als unter den Schwimmern. Zusammenfassend konnten die Wissenschaftler Eisbaden keine Schutzwirkung gegenüber Infektionen der oberen Atemwege zuschreiben.
Diese Arbeit von Collier, Lomax, Harper, Tipton und Massey ist übrigens 2021 auch in der Fachzeitschrift Rhinology vollständig erschienen. Der Vergleich Eisbader gegen Poolschwimmer ist dabei der eigentlich spannende, weil er das Sportelement herausrechnet. Und genau dort verschwindet der Effekt. Was übrig bleibt, ist der Vergleich mit den nicht schwimmenden Partnern, und der sagt vor allem eines aus: Bewegung ist gesund.
Unser ehrliches Fazit zum Immunsystem: die Behauptung „Eisbaden macht dich immun gegen Erkältungen“ ist nicht haltbar. Die Übersichtsarbeit von 2025 fand unmittelbar nach dem Bad ebenfalls keinen signifikanten Effekt auf die Immunfunktion. Was plausibel bleibt, ist ein milder Trainingseffekt über Monate hinweg, ähnlich wie bei Sport. Wer im Winter regelmäßig draußen ist, sich bewegt und dabei Tageslicht abbekommt, tut seinem Immunsystem ohnehin etwas Gutes, unabhängig von der Wassertemperatur.

Weniger oxidativer Stress und höhere Stresstoleranzen durch regelmäßiges Eisbaden
What doesn’t kill you makes you stronger! Wenn es ums Eisbaden geht, kommt man kaum an der Aussage vorbei, dass eiskaltes Wasser den Körper abhärtet. Auch die Wissenschaft hat sich mit der Frage beschäftigt, ob der Körper durch Eisbaden oder Winterschwimmen eine erhöhte Stresstoleranz, zum Beispiel vor Krankheiten, erreichen kann.
Eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Jahr 1994 lässt lauten, dass dies durchaus der Fall sein kann. Zehn gesunde Eisbader wurden vor und nach dem Eisbaden untersucht und es konnten mehrere durch die Kälteexposition verursachte körperliche Veränderungen (z. B. die Harnsäurekonzentration im Plasma der Studienteilnehmer), die für eine Erhöhung der Stresstoleranz sprechen, dokumentiert werden. Die Wissenschaftler beobachteten bei den Eisbadern eine Anpassung an wiederholten oxidativen Stress an, was als Mechanismus der Abhärtung angesehen werden kann.
Das Prinzip dahinter heißt Hormesis und ist eines der wenigen Konzepte beim Eisbaden, das wirklich gut in die restliche Physiologie passt. Die Idee: ein Reiz, der in hoher Dosis schädlich wäre, wirkt in kleiner Dosis anpassungsfördernd. Genauso funktioniert Krafttraining, genauso funktioniert Ausdauersport, und genauso scheint es bei kontrollierter Kälte zu sein. Wichtig ist dabei das Wort „kontrolliert“. Hormesis heißt eben ausdrücklich nicht, dass mehr immer besser ist. Die Dosis-Wirkungs-Kurve dreht sich irgendwann um, und dann schadet der Reiz.
Praktisch heißt das: die Anpassung entsteht durch Regelmäßigkeit, nicht durch Extreme. Zwei bis vier kurze Bäder pro Woche über Monate bringen dich weiter als ein einzelner Rekordversuch mit zwanzig Minuten im Eisloch. Wer die Sache sportlich angehen will, findet beim Eisschwimmen die passende Disziplin dafür, das ist allerdings etwas anderes als gesundheitsorientiertes Eisbaden. Und der Trainingseffekt ist erstaunlich schnell da. Untersuchungen der University of Portsmouth zeigen, dass bereits fünf bis sechs kurze Kältereize genügen, um die heftige Erstreaktion auf kaltes Wasser deutlich abzuschwächen.
Gestärktes Herz-Kreislaufsystem
Auch eine griechische Studie aus dem Jahr 2019 konstatiert, dass Winterschwimmen durchaus eine abhärtende Wirkung u. a. für das Herz-Kreislaufsystem haben kann, wenn dies in einer guten gesundheitlichen Verfassung praktiziert wird. Zugleich betonen die Wissenschaftler, dass Eisbaden für (herz)kranke oder ungeübte Personen auch lebensgefährlich sein kann. Ein langsames Herantasten und eine gute Akklimatisierung seien das A und O beim Eisbaden, damit aus dieser sportlichen Aktivität mit gesundheitsförderndem Potenzial kein lebensbedrohliches Unterfangen wird. Wie dieses langsame Herantasten praktisch aussieht, zeigen wir Schritt für Schritt in unserer Eisbaden Anleitung für Anfänger.
Diese Doppelbotschaft zieht sich durch die gesamte Herz-Kreislauf-Literatur und man sollte sie sich merken: derselbe Reiz, der beim Gesunden trainiert, kann beim Vorerkrankten dekompensieren. Es gibt beim Eisbaden nicht „gesund“ oder „ungesund“ als absolute Eigenschaft. Es gibt nur die Kombination aus Person, Dosis und Situation.

Durchblutung und Wärmehaushalt verbessern
Bei extremer Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Die Durchblutung wird angeregt, indem der Organismus anfängt, das Blut in Richtung Organe zu pumpen, um diese vor der Kälte zu schützen. Dies erzeugt Wärme, die man kurz nach dem Ausstieg aus dem Eiswasser angenehm im ganzen Körper spürt. Im Hinblick auf den Wärmehaushalt konnten Wissenschaftler langfristige Anpassungsvorgänge bei Eisbadern beobachten, beispielsweise eine schnellere Wiedererwärmung der Extremitäten. Auch scheint Eisbaden zur Verbesserung der Durchblutung der Extremitäten beizutragen. Mit der Zeit lerne der Körper, besser auf Temperaturbelastungen zu reagieren und man kühle nicht mehr so schnell aus.
Diese Anpassung ist einer der Effekte, die Eisbader selbst am deutlichsten spüren, und sie hat einen schönen Alltagsnutzen. Viele aus unserer Community berichten, dass sie im Winter draußen weniger frieren und dass kalte Hände und Füße abends schneller wieder warm werden. Physiologisch passt das gut zusammen: der Körper lernt, die Gefäßverengung nicht mehr so überschießend und nicht mehr so lange aufrechtzuerhalten wie bei jemandem der nie Kälte abbekommt.
Es gibt aber eine wichtige Ausnahme, die wir hier gleich mit dazuschreiben. Wer ein Raynaud-Syndrom hat, bei dem sich Finger oder Zehen bei Kälte weiß verfärben und taub werden, kann durch Kälteexposition auch das Gegenteil erleben. In unserer Community gibt es beides: Leute die berichten dass es besser geworden ist, und Leute bei denen es sich verschlechtert hat. Neoprensocken und -handschuhe helfen in beiden Fällen, weil Hände und Füße für die eigentliche Wirkung ohnehin kaum eine Rolle spielen.
Weniger Herz- und Gefäßerkrankungen
Durch die oben genannte Gefäßverengung bei Kälteexposition wird der Blutdruck erhöht, das Herz muss also gegen einen höheren Druck arbeiten. Im Eiswasser wird außerdem das Blut von den Armen und Beinen zum Herzen hin verlagert, was zusätzliche Arbeitsleistung vom Herzen erfordert. Folglich stellt Eisbaden in vielerlei Hinsicht einen Schockmoment bzw. Ausnahmezustand für das Herz dar, weshalb Menschen mit Herz- und Gefäßerkrankungen eiskaltem Wasser dringend fernbleiben sollten – sonst riskiert man eine Unterversorgung des Herzmuskels, die im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen kann.
Aber welche Wirkung hat Eisbaden auf das Herz und die Gefäße eines gesunden Menschens? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie aus dem Jahr 2015, in der 10 erfahrene Eisbader und 16 nicht an Kälte gewohnte Personen untersucht wurden. Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen konnten u. a. im Apolipoproteingehalt, Homocysteinspiegel und T3 (Trijodthyronin) Werten festgestellt werden. Daraus entnahmen die Wissenschaftler, dass Kälteexposition oxidative Stressmarker beeinflussen kann. Die Studienergebnisse würden außerdem auf eine positive Wirkung der Kälteadaptation auf kardioprotektive Mechanismen hinweisen. Auf gut Deutsch: Bei gesunden Menschen könnte der Gang ins Eiswasser eine schützende Wirkung auf das Herz haben.
Beim Wörtchen „könnte“ sollte man hier allerdings hängenbleiben. Diese Studie vergleicht 10 erfahrene Eisbader mit 16 Ungeübten, und zwar zu einem einzigen Zeitpunkt. Das ist eine Momentaufnahme, keine Verlaufsbeobachtung. Ob die günstigeren Blutwerte durch das Eisbaden entstanden sind oder ob Menschen mit dieser Konstitution einfach eher Eisbader werden, kann eine solche Untersuchung nicht beantworten. Genau das ist der Selektionseffekt, den wir oben beschrieben haben.
Was man dagegen sicher sagen kann, ist die akute Belastung. Der Blutdruckanstieg in den ersten Sekunden ist erheblich, Puls und Herzzeitvolumen schießen nach oben. Für ein gesundes Herz ist das ein Trainingsreiz. Für ein vorgeschädigtes Herz, für verengte Herzkranzgefäße oder eine bekannte Rhythmusstörung ist es ein Risiko. Deshalb der Satz, den wir hier ganz bewusst wiederholen: Wenn du Herzprobleme, Bluthochdruck oder Rhythmusstörungen hast, gehe nicht ohne ärztliche Abklärung ins Eiswasser.

Eisbaden und Diabetes
Neben Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck wird auch Diabetikern vor dem Sprung ins kalte Wasser gewarnt. Interessanterweise scheint es einen Zusammenhang zwischen Eisbaden und Empfindlichkeit des Körpers auf Insulin zu geben, wovon Diabetiker – selbstverständlich nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – profitieren könnten. So konnten norwegische Wissenschaftler, die ganze 104 Studien zum Thema Eisbaden unter die Lupe nahmen, festhalten, dass Eisbaden Insulinresistenz reduziert und die Insulinsensivität erhöht.
Der wahrscheinliche Mechanismus dahinter führt über das braune Fettgewebe (dazu unten mehr). Braunes Fett verbrennt Glukose, um Wärme zu erzeugen. Wird es durch Kälte aktiviert, zieht es Zucker aus dem Blut, und zwar teilweise unabhängig vom Insulin. Das ist stoffwechselphysiologisch eine ziemlich elegante Sache und einer der Gründe, warum die Kälteforschung im Diabetes-Bereich überhaupt so viel Aufmerksamkeit bekommt.
Und jetzt der wichtige Teil. Die norwegische Arbeit ist ein Scoping Review, also eine Landkarte der vorhandenen Literatur und keine Wirksamkeitsstudie. Die Autoren selbst formulieren an vielen Stellen sehr zurückhaltend und weisen ausdrücklich auf die schwache Datenqualität und den Selektionseffekt bei Winterschwimmern hin. Aus „es gibt Hinweise auf verbesserte Insulinsensitivität“ wird also keinesfalls „Eisbaden hilft gegen Diabetes“.
Ganz konkret für Menschen mit Diabetes: Kälte kann den Blutzucker beeinflussen, und die Symptome einer Unterzuckerung (Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit) sind im Eiswasser praktisch nicht von normalen Kältereaktionen zu unterscheiden. Das ist das eigentliche Risiko, nicht die Kälte selbst. Wer insulinpflichtig ist, sollte das unbedingt mit der behandelnden Praxis besprechen, vorher messen und niemals allein baden. Bei einer diabetischen Neuropathie kommt hinzu, dass die Kältewahrnehmung an Füßen und Händen gestört sein kann, wodurch lokale Kälteschäden unbemerkt bleiben.
Entzündungshemmende Wirkung durch temporäre Erhöhung des Cortisolwertes
Neben den bereits genannten gesundheitlichen Vorteilen wird Eisbaden und Winterschwimmen auch eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Diese Annahme ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass ein Kälteschock sogenannte Cortikoide im Körper aktiviert, eine Gruppe an Steroidhormonen, die Entzündungsprozesse ausbremsen. In einem Selbstversuch aus dem Jahr 1992 untersuchte eine Gruppe von deutschen Studenten und ihren Lehrern die Wirkung von regelmäßigem Eisbaden (mindestens einmal die Woche, 2 bis 10 Minuten pro Eisbad). Die Blutproben zeigten eine signifikante Erhöhung des Cortisols (ein Stresshormon aus der Gruppe der Glucocorticoide) im Körper in den ersten 30 Minuten nach der Kälteexposition, danach sank der Cortisolwert wieder.
Eine finnische Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen Kälteexposition und erhöhten Cortisolwerten. Besonders erwähnenswert bei dieser Studie ist, dass die Cortisolkonzentration im Blut bei den erfahrenen Eisbadern aus der Testgruppe wesentlich höher als bei den unerfahrenen Probanden war. Dies lässt die Wissenschaftler vermuten, dass regelmäßiges Eisbaden zu sogenannten adaptiven Mechanismen im Körper führt, das heißt, durch regelmäßige Kälteexposition passt sich der Körper an.
An dieser Stelle müssen wir allerdings sauber bleiben, denn hier widerspricht sich die Literatur deutlich. Die vielzitierte Arbeit von Šrámek und Kollegen (2000), in der Männer je eine Stunde in Wasser von 32, 20 und 14 °C saßen, fand nämlich keinen Cortisolanstieg. Im kältesten Durchgang ging der Cortisolspiegel sogar eher zurück. Was in dieser Studie dramatisch anstieg, waren die Katecholamine: Noradrenalin um 530 Prozent, Dopamin um 250 Prozent, und der Stoffwechsel legte um 350 Prozent zu. Das ist ein Sympathikus-Effekt, kein Stresshormon-Effekt im klassischen Sinn. Wer hier tiefer einsteigen möchte, findet bei uns eine ausführliche Betrachtung zu Atmung und Cortisol beim Eisbaden sowie einen Überblick dazu, was Eisbaden mit deinen Hormonen macht.
Und beim Thema Entzündung wird es noch unbequemer. Die Übersichtsarbeit von Cain und Kolleginnen (PLOS ONE, 2025) fand, dass Entzündungsmarker unmittelbar nach dem kalten Bad und noch eine Stunde später erhöht waren, nicht erniedrigt. Kälte ist für den Körper zunächst einmal ein Stressor, und ein Stressor erzeugt eine akute Entzündungsantwort. Die oft behauptete „entzündungshemmende Wirkung“ des Eisbadens ist damit in dieser pauschalen Form nicht haltbar.
Was sich damit vereinbaren lässt: kurzfristig dämpft die lokale Kälte die Schwellung und die Schmerzweiterleitung im behandelten Gewebe, das ist der Effekt den jeder vom Eisbeutel kennt. Systemisch, also im ganzen Körper, ist die Sache offen. Wer sich vom Eisbaden eine Behandlung chronischer Entzündungen erhofft, wird von der aktuellen Datenlage nicht getragen.
Regeneration nach Sport und Schmerzlinderung
Die Annahme, dass Kälteexposition Entzündungen im Körper lindern kann, hängt sicherlich damit zusammen, dass Kältetherapien häufig auch im (Leistungs-)sport angewendet werden. Denn gelingt es einem, Entzündungsprozesse zu bremsen oder vorzubeugen, verläuft die Regeneration nach dem Sport in der Regel zügiger. In verschiedensten Sportarten wird der Körper auf die Probe gestellt und regelrecht strapaziert. Es können Mikrorisse in der Muskulatur entstehen, von denen sich der Organismus erst einmal erholen muss – gerade im Leistungssport sind die Erholungsphasen meist recht kurz.
Und genau hier kommt in vielen Fälle die Kältetherapie, auch Kryotherapie (Griech. kryo = kalt) genannt, in Einsatz. Durch einen starken Kältereiz, der lokal auf bestimmte Bereiche des Körpers beschränkt (mit speziellen Geräten) oder auch für den ganzen Körper (im Eisloch oder in einer Kältekammer) hervorgerufen werden kann, sollen die entzündungshemmenden Kräfte im Körper aktiviert und Entzündungsprozesse verlangsamt werden. Zugleich soll die Kälte Schmerzen lindern, Verletzungen abschwellen und Muskelspannungen verringern. Die meisten von uns kennen das, dass man bei einer Verletzung erst einmal einen Eisbeutel auf die betroffene Stelle bekommt. Ob sich die Kältekammer als Ergänzung zum Eisbad lohnt, haben wir im Beitrag Kryotherapie als sinnvolle Ergänzung zum Eisbaden aufgeschrieben.

Die bislang beste Antwort auf die Frage nach der richtigen Dosis liefert eine Netzwerk-Meta-Analyse aus dem Jahr 2025, die 55 randomisiert-kontrollierte Studien zusammengefasst hat. Das Ergebnis ist praktisch verwertbar:
| Ziel | Beste Dosis laut Meta-Analyse |
|---|---|
| Muskelkater reduzieren | 10 bis 15 Minuten bei 11 bis 15 °C |
| Kraft und Sprungleistung wiederherstellen | 10 bis 15 Minuten bei 5 bis 10 °C |
| Muskelschädigungsmarker (CK) senken | 10 bis 15 Minuten bei 5 bis 10 °C |
Bemerkenswert daran: eiskalt ist nicht automatisch besser. Gegen Muskelkater schnitt der mittlere Temperaturbereich um 11 bis 15 Grad sogar besser ab als das richtig kalte Wasser. Und die mittlere Dauer von 10 bis 15 Minuten war durchgehend überlegen, sowohl gegenüber sehr kurzen als auch gegenüber sehr langen Bädern.
Und wie bewerten Wissenschaftler den vermuteten positiven Zusammenhang zwischen Kälte und Regeneration nach dem Sport, konkret am Beispiel des Winterbadens? Sie lassen jedenfalls Raum für Zweifel. Eine Studie aus dem Jahr 2014 kommt zu dem Schluss, dass der Gang ins kalte Wasser nach einer sportlichen Leistung nicht größere Vorteile als der Placebo-Effekt mit sich bringt. In der Studie erholten sich 30 Männer nach einer intensiven sportlichen Leistung in drei verschiedenen Umgebungen: Kaltwasserimmersion (10.3°C ± 0.2°C), Kaltwasserimmersion-Placebo (34.7°C ± 0.1°C) und thermoneutrale Wasserimmersion (34.7°C ± 0.1°C). Bei den ersten zwei Gruppen (Kaltwasser/Placebo) konnten bessere Ergebnisse im Hinblick auf Bewegung, Schmerzen und Kraft als im warmen Wasser festgestellt werden. Dies wirft die Frage auf, welche Rolle psychologische Effekte (Placebo-Effekt) beim Eisbaden bzw. Kälteexposition spielen.
Diese Studie ist unserer Meinung nach die spannendste im ganzen Themenfeld, weil sie so elegant gebaut ist. Die Placebo-Gruppe saß in 34,7 Grad warmem Wasser, bekam aber ein „spezielles Regenerationsöl“ und die Erwartung, dass dieses wie ein Kältebad wirkt. Und sie erholte sich genauso gut wie die echte Kaltwassergruppe. Das heißt nicht, dass Eisbaden nicht wirkt. Es heißt, dass ein erheblicher Teil der Wirkung über die Erwartung läuft. Was übrigens völlig in Ordnung ist, solange man ehrlich darüber ist: ein Placebo-Effekt, den man zuverlässig auslösen kann, ist ein nutzbarer Effekt.
Eine weitere Studie aus dem Jahr 2017 befasst sich mit der These, dass Baden im kalten Wasser Entzündungen in der Skelettmuskulatur reduziert. Es wurde untersucht, wie sich neun männliche Probanden nach einer sportlichen Tätigkeit in unterschiedlichen Umgebungen regenerieren. An einem Tag gingen die Männer nach dem Sport für 10 Minuten in 10 Grad kaltes Wasser. An einem anderen Tag (mit mindestens eine Woche Abstand vom Winterbaden) radelten die Probanden 10 Minuten lang in einem langsamen Tempo. Vor und nach dem Training wurden Muskelbiopsien entnommen, um Veränderungen im Körper zu dokumentieren. Es konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Regenerationsmaßnahmen festgestellt werden. Also auch hier konnte die positive Wirkung des Eisbadens auf die Regeneration nach dem Sport nicht wissenschaftlich bestätigt werden.
Ergänzend gibt es zwei weitere Arbeiten, die häufig zitiert werden. Vaile et al. (2008) fanden, dass Kaltwasserimmersion nach belastendem Krafttraining die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit beschleunigt und den Muskelkater reduziert. Halson (2014) fasste die damalige Evidenz unter dem treffenden Titel „One size does not fit all“ zusammen und wies darauf hin, dass Temperatur, Dauer und individuelle Kältetoleranz das Ergebnis stark verändern. Auf Deutsch: es gibt kein Protokoll, das für alle gleich gut funktioniert, und deshalb widersprechen sich die Einzelstudien so oft.
Der Haken: Eisbaden und Muskelaufbau
Diesen Punkt erwähnt fast kein Anbieter, weil er sich schlecht verkauft. Wir finden aber, er gehört in jeden ehrlichen Artikel zum Thema Eisbaden und Gesundheit.
Roberts et al. (2015) zeigten im Journal of Physiology, dass Kaltwasserimmersion direkt nach dem Krafttraining die anabolen Signalwege im Muskel dämpft und langfristig die Trainingsanpassung abschwächt. Eine Meta-Analyse von Piñero und Kolleginnen (2024) im European Journal of Sport Science mit dem passenden Titel „Throwing cold water on muscle growth“ hat das bestätigt: wer nach dem Krafttraining regelmäßig ins Eiswasser geht, baut weniger Muskelmasse auf als jemand der es nicht tut.
Der Mechanismus ist gut nachvollziehbar. Der Muskel wächst, weil das Training eine Entzündungs- und Stressantwort auslöst, auf die der Körper mit Anpassung reagiert. Wer diese Antwort mit Kälte sofort abwürgt, nimmt sich einen Teil des Trainingsreizes. Was in der Wettkampfphase sinnvoll sein kann (schnell wieder einsatzfähig), ist in der Aufbauphase kontraproduktiv.
Praktisch heißt das ganz einfach: Eisbad und Krafttraining zeitlich trennen. Also entweder morgens eisbaden und abends trainieren, oder an trainingsfreien Tagen. Ein Abstand von mehreren Stunden reicht nach aktuellem Stand aus. Nach Ausdauereinheiten, Turnieren oder in einer dichten Wettkampfwoche gilt das Gegenteil, da überwiegt der Regenerationsvorteil klar.
Eisbaden bei Krebs
Dieser Abschnitt wurde von uns komplett neu geschrieben. In einer früheren Fassung dieses Artikels standen hier drei Studien, die sich bei einer Überprüfung nicht auffinden ließen. Wir haben sie entfernt. Bei einem Thema wie Krebs halten wir es für unverantwortlich, Quellen weiterzureichen die man nicht nachschlagen kann, und deshalb ist uns dieser Hinweis lieber als ein stilles Löschen.
Fangen wir mit dem an, was klar ist: Eisbaden ist keine Krebstherapie. Es gibt keine Evidenz dafür, dass Kaltwasserimmersion Tumore beeinflusst, das Fortschreiten einer Krebserkrankung verlangsamt oder eine onkologische Behandlung ersetzen könnte. Wer so etwas behauptet, macht sich an Menschen in einer sehr verletzlichen Lage schuldig.
Was es dagegen wirklich gibt, ist medizinisch eingesetzte lokale Kälte in der Begleitbehandlung, und das ist etwas völlig anderes als ein Eisbad im Garten:
- Orale Kryotherapie gegen Mukositis. Eiswürfel oder Eischips im Mund während der Chemotherapie-Infusion verengen die Gefäße der Mundschleimhaut, wodurch weniger Wirkstoff dort ankommt. Für diese Anwendung gibt es eine Cochrane-Übersichtsarbeit, die einen Nutzen bei der Vorbeugung schmerzhafter Mundschleimhautentzündungen zeigt. Das ist die am besten belegte Kälteanwendung in der Onkologie überhaupt.
- Kühlung gegen Nebenwirkungen an Händen, Füßen und Kopfhaut. Kühlhauben und gekühlte Handschuhe werden eingesetzt, um Haarausfall und Nervenschäden unter bestimmten Chemotherapien zu reduzieren. Die Datenlage ist unterschiedlich gut, je nach Präparat und Anwendung.
- Ganzkörper-Kältekammer bei Gelenkschmerzen unter Aromatasehemmern. Hierzu gibt es eine randomisierte Studie (2023) an Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium, die Ganzkörperkälte gegen eine Placebo-Anwendung getestet hat. Das ist ein interessanter Ansatz gegen eine sehr belastende Nebenwirkung, aber eben eine einzelne Studie und keine Empfehlung.
Und was ist mit Eisbaden während oder nach einer Krebserkrankung, einfach weil es guttut? Das kann für manche Menschen stimmen, und wir haben Community-Mitglieder die genau das berichten. Aber es gibt reale Gründe zur Vorsicht: eine Chemotherapie kann das Immunsystem, die Blutgerinnung, die Herzfunktion und die Nervenwahrnehmung erheblich verändern. Eine Polyneuropathie an Händen und Füßen macht Kälte gefährlich, weil du nicht mehr zuverlässig merkst was passiert. Ein Port oder eine frische Operationsnarbe ist ein Infektionsrisiko in nicht sterilem Wasser. Bitte klär das vorher mit deiner Onkologin oder deinem Onkologen ab, nicht mit dem Internet und auch nicht mit uns.
Eisbaden wandelt Körperfett in Energie um
Kälte lässt Pfunde schmelzen! Eisbaden hilft beim Abnehmen, das bestätigt die bereits erwähnte norwegische Studie, die sich mit insgesamt 104 verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten über Eisbaden und Winterschwimmen beschäftigt hat. Während die Norweger in ihrer Arbeit bei vielen Aussagen zu gesundheitlichen Vorteilen des Eisbadens eher wage bleiben, heben sie deutlich hervor, dass der Gang ins eiskalte Wasser zu einer Reduktion und/oder einer Umwandlung vom Körperfettgewebe führt. Kälte aktiviere das sogenannte braune Fett im Körper, das – im Gegensatz zum „schlechten“, weißen Fettgewebe – Kalorien verbrennt, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Dies wiederum könne als Schutzfaktor vor Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen betrachtet werden, so dass die Wissenschaftler beim Eisbaden Potenzial als „Gesundheitsprophylaxe“ sehen.
Die schönste Bestätigung dafür lieferte 2021 eine dänische Arbeitsgruppe um Susanna Søberg im Fachjournal Cell Reports Medicine. Sie untersuchte junge, gesunde Winterschwimmer, die regelmäßig kaltes Wasser mit Sauna kombinierten, und verglich sie mit Nicht-Badern. Das Ergebnis: bei den Winterschwimmern war die Wärmeregulation über das braune Fettgewebe messbar anders eingestellt, und sie erzeugten unter Kälte mehr Wärme, ohne dabei so früh zu zittern. Das ist ein handfester Nachweis, dass sich der Stoffwechsel an regelmäßige Kälte anpasst, und nicht nur der Kopf.
Jetzt der Realitätscheck, den wir dir schuldig sind. Zum Abnehmen taugt Eisbaden allein nicht viel. Braunes Fettgewebe macht bei Erwachsenen nur wenige Zehn bis maximal ein paar Hundert Gramm aus. Selbst bei kräftiger Aktivierung liegt der zusätzliche Energieverbrauch in einer Größenordnung, die eine einzige Scheibe Brot am Tag locker wieder ausgleicht. Dazu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Kälte macht hungrig. Wer nach dem Eisbad regelmäßig mehr isst, hat unterm Strich nichts gewonnen.
Wo Eisbaden beim Thema Gewicht wirklich helfen kann, ist indirekt: als fester Termin im Tagesablauf, als Einstieg in mehr Bewegung, als Sache die man mit anderen zusammen macht. Diese Effekte sind für die meisten Menschen deutlich relevanter als die paar Kalorien im braunen Fett.

Gesteigertes Wohlbefinden im Alltag
Viele Eisbader und Eisbaderinnen berichten, dass sie sich durch regelmäßiges Eisbaden besser im Alltag fühlen. Dass Winterschwimmen das allgemeine Wohlbefinden steigert, wurde tatsächlich auch in einer finnischen Studie vom Jahr 2004 bestätigt. Von Oktober bis Januar wurden Personen, die regelmäßig im kalten Wasser schwammen, nach ihrem Wohlbefinden gefragt. Während in den ersten Wochen der Testperiode kein gesteigertes Wohlbefinden im Vergleich zu den Nicht-Schwimmern dokumentiert werden konnte und bei den Schwimmern sogar 50% häufiger Erkrankungen diagnostiziert wurden, waren die Unterschiede nach 4 Monaten deutlich sichtbar. Die Schwimmer fühlten sich energischer und aktiver als die Nicht-Schwimmer. Schwimmer mit Asthma, Rheuma oder Fibromyalgie berichteten außerdem von Schmerzlinderung durch Winterschwimmen.
Der Zeitverlauf in dieser Studie ist das eigentlich Lehrreiche daran, und wir zitieren ihn in unseren Trainings ständig. In den ersten Wochen war das Ergebnis eher negativ. Erst nach rund vier Monaten drehte es sich deutlich ins Positive. Wer also nach zwei Wochen enttäuscht aufhört, weil sich nichts Spektakuläres eingestellt hat, steigt genau in dem Moment aus, in dem die Anpassung gerade erst anfängt.
Ein zweiter, deutlich neuerer Beleg für die Stimmungswirkung kommt aus Portsmouth. Yankouskaya und Kolleginnen (2023) ließen 33 Personen ohne Kälteerfahrung für fünf Minuten bis zum Schlüsselbein in 20 Grad kaltes Wasser steigen und maßen davor und danach Stimmung sowie Hirnaktivität im MRT. Der positive Affekt (aktiv, wach, aufmerksam, stolz, inspiriert) stieg von 29,3 auf 36,3 Punkte, der negative Affekt (Anspannung, Nervosität) fiel von 16,8 auf 12,1. Parallel dazu zeigte sich eine verstärkte Kopplung zwischen großen Hirnnetzwerken, die mit Aufmerksamkeit und Emotionsregulation zu tun haben.
Zwei Dinge daran finden wir bemerkenswert. Erstens: 20 Grad und fünf Minuten. Das ist kein Eisloch, das schafft im Winter jede Regentonne im Garten. Für den Stimmungseffekt braucht es offensichtlich keine Rekordtemperaturen. Zweitens: der Effekt war bei Menschen zu sehen, die vorher keinerlei Kälteerfahrung hatten. Es ist also nichts, wofür man erst jahrelang trainieren müsste. Und falls du das lieber nicht allein ausprobieren willst: in unserer Übersicht der Eisbaden Gruppen nach Städten findest du vermutlich eine Gruppe in deiner Nähe.
Zur Einordnung noch der Befund aus der großen Übersichtsarbeit von 2025: der messbare Stressabbau zeigte sich dort erst 12 Stunden nach dem Bad, direkt danach sowie nach 24 und 48 Stunden war statistisch nichts zu sehen. Das passt gut zu dem, was uns Leute aus der Community beschreiben: das Hochgefühl direkt nach dem Ausstieg ist das eine, die ruhigere Grundstimmung am Abend oder am nächsten Morgen ist etwas anderes. Und offenbar sind das auch physiologisch zwei verschiedene Dinge.
Mentale Stärke trainieren – Brain over Body
Jeder, der schon einmal Eisbaden praktiziert hat, weiß genau, wie viel Überwindung der Gang ins eisige Wasser kostet. Bei Kälteexposition reagiert der Körper mit einem Kälteschock (z. B. die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen) und es gilt, diesen Schock mit mentaler Stärke zu überwinden und dem Körper zu signalisieren, dass er sich nicht in einer Notsituation befindet. In der sogenannten „Brain over Body“ Studie aus dem Jahr 2018 nahmen Wissenschaftler die Wim Hof-Methode genauer unter die Lupe, um zu verstehen, ob das Gehirn die Reaktionen des Körpers kontrollieren kann. Sie kamen zu dem Schluss, dass die von Wim Hof angewendeten Techniken (forcierte Atmung, Meditation, Kälteexposition) tatsächlich das Gehirn über den Körper stellen. Eisbaden scheint also nicht nur den Körper, sondern auch den Geist stark zu machen. Und davon profitiert man nicht nur im Eisloch, sondern auch im Alltag.
Zur Einordnung gehört dazu, dass diese Untersuchung an einer einzigen Person durchgeführt wurde, nämlich an Wim Hof selbst, ergänzt um eine Kontrollperson. Ein Einzelfall in einem Hirnscanner ist ein spannender Hinweis auf einen Mechanismus, aber kein Wirksamkeitsnachweis für eine Methode. Man kann daraus mitnehmen: es scheint möglich zu sein, die automatische Stressreaktion auf Kälte willentlich zu beeinflussen. Man kann daraus nicht ableiten, dass jeder das nach ein paar Wochen kann.
Aus unserer Praxis in den Eisbaden Trainings ist das trotzdem der Effekt, den die Leute am stärksten beschreiben, und zwar überraschend einheitlich. Der Satz, den wir am häufigsten hören, lautet sinngemäß: „Wenn ich das morgens um sieben schaffe, dann schaffe ich auch das Gespräch um zehn.“ Psychologisch ist das ein Selbstwirksamkeitseffekt, und der ist gut untersucht, wenn auch nicht speziell fürs Eisbaden. Du machst freiwillig etwas Unangenehmes, du kommst wieder raus, und diese Erfahrung überträgt sich.
Ganz wichtiger Sicherheitshinweis an dieser Stelle, weil er direkt mit der Wim-Hof-Methode zusammenhängt: Die Atemübungen gehören an Land, mit sicherem Abstand zum Wasser. Forciertes Hyperventilieren senkt den CO2-Spiegel, und dadurch verschiebt sich der Atemreiz nach hinten. Man kann dann deutlich länger die Luft anhalten, ohne dass ein Warnsignal kommt, und im Wasser führt das im schlimmsten Fall zu einer Bewusstlosigkeit ohne Vorwarnung. Es sind Menschen genau daran gestorben. Atmung an Land, danach ins Wasser, nie umgekehrt. Was Breathwork wirklich kann und wo die Grenzen liegen, haben wir in einem eigenen Artikel zu mentaler Stärke durch Breathwork beleuchtet.
Linderung von Depressionen
„Eisbaden macht glücklich!“ Diesen Satz hört man nicht selten von überzeugten Eisbadern und Eisbaderinnen. Beim Eisbaden werden Adrenalin und Endorphine ausgeschüttet – beides Hormone, die dafür sorgen, dass man sich nach dem Eisbaden euphorisch fühlt. Das Glückgefühl bleibt den ganzen Tag erhalten, doch was viele nicht wissen, ist, dass Endorphine Depressionen positiv beeinflussen. Könnte Eisbaden also auch eine positive Langzeitwirkung auf die Psyche mit sich bringen? Damit haben sich gleich mehrere Studien auseinandergesetzt.

In einem wissenschaftlichen Beitrag aus dem Jahr 2008 wurde die These aufgestellt, das regelmäßiges kalt Duschen als eine Therapiemaßnahme gegen Depressionen funktionieren kann. Kälteexposition aktiviere das sympathische Nervensystem und erhöhe den Blutspiegel von Beta-Endorphin und Noradrenalin (sog. Glückshormone). Erste Versuche mit einer kleinen Testgruppe zeigten auch tatsächlich, dass eine Kaltwassertherapie depressive Symptome recht effektiv und ohne signifikante Nebenwirkungen lindern kann – die Wissenschaft sollte sich dem Thema mehr widmen, so die Schlussfolgerung der Studienleiter.
Wichtig zu wissen: dieser Beitrag von Shevchuk ist als Hypothesenarbeit veröffentlicht worden, also als begründete Vermutung mit ersten Beobachtungen, nicht als kontrollierte Studie. Das macht ihn nicht wertlos, ordnet ihn aber richtig ein. Er hat das Thema angestoßen, er hat es nicht bewiesen.
Besonders spannend ist ein wissenschaftlicher Bericht aus dem Jahr 2018 über eine Frau, die seit ihrer Jugend an einer schweren Depression und Angstzuständen litt. Nach der Geburt ihrer Tochter bestand die Frau auf eine medikamentenfreie Behandlung, wodurch eine Kaltwassertherapie (Schwimmen) initiiert wurde. Das Ergebnis ist verblüffend: Direkt nach dem Schwimmen im kalten Wasser wurde die Stimmung der Frau sofort erhellt und allmählich nahmen ihre Depressionssymptome ab, so dass Medikamente reduziert und schließlich abgesetzt werden konnten. Auch bei der Nachuntersuchung ein Jahr später verzichtete die Frau gänzlich auf Medikamente.
Dieser Bericht erschien in den BMJ Case Reports und ist eine Einzelfalldarstellung. Er ist beeindruckend zu lesen und er hat weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Aber ein Einzelfall ist in der Evidenzhierarchie die unterste Stufe, weil man nie weiß, wie viele vergleichbare Fälle ohne Erfolg verliefen und deshalb nie publiziert wurden. Wir zitieren ihn hier gerne, aber niemand sollte auf dieser Grundlage seine Medikamente absetzen.
Die derzeit stärkste Evidenz im Feld Kälte und Depression kommt tatsächlich aus einer anderen Ecke, nämlich aus der Ganzkörper-Kältekammer. Rymaszewska und Kolleginnen (2020) führten eine randomisierte, doppelblinde und scheinkontrollierte Studie durch: 10 Sitzungen über zwei Wochen bei minus 110 bis minus 160 Grad, die Kontrollgruppe erhielt Scheinsitzungen bei minus 50 Grad. Zusätzlich zur bestehenden medikamentösen Behandlung verbesserten sich die Depressionswerte in der Kältegruppe deutlich stärker, im Fragebogen BDI-II erreichten 73 Prozent der Kältegruppe den Status „erholt“ gegenüber 28 Prozent in der Kontrollgruppe.
Das ist ein sauber gebautes Design und ein echtes Ergebnis. Zwei Einschränkungen gehören trotzdem dazu: eine Kältekammer bei minus 110 Grad ist physiologisch nicht dasselbe wie ein Eisbad bei 4 Grad, und die Kälte kam zusätzlich zur Medikation, nicht statt ihr. Genau so sollte man es auch verstehen.
Unsere klare Bitte an dieser Stelle: Wenn du unter einer Depression oder einer Angsterkrankung leidest, ist Eisbaden möglicherweise ein hilfreicher Baustein, aber es ersetzt keine Therapie und keine Medikation. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Therapeuten darüber, bevor du etwas veränderst. Und setz bitte niemals eigenmächtig Medikamente ab, weil ein Artikel im Internet von einem beeindruckenden Einzelfall berichtet. Eine ausführlichere Aufarbeitung findest du in unserem Beitrag zu der Frage, ob Eisbaden gegen Depressionen hilft. Wenn es dir gerade sehr schlecht geht, ist die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 rund um die Uhr erreichbar.
Eisbaden und Schlaf
Ein Thema, das in unserer Community sehr häufig aufkommt und über das kaum jemand schreibt. Die Rückmeldungen sind dabei erstaunlich zweigeteilt, und die Forschung liefert dafür eine plausible Erklärung.
Die Übersichtsarbeit von 2025 berichtet Verbesserungen der Schlafqualität, ordnet die Datenbasis dafür aber als dünn ein. Interessanterweise stammen die positiven Befunde überwiegend von männlichen Teilnehmern, was angesichts der oben beschriebenen Verteilung in den Studien wenig überrascht.
Physiologisch gibt es zwei gegenläufige Mechanismen, und welcher überwiegt hängt stark vom Zeitpunkt ab. Einschlafen funktioniert am besten, wenn die Körperkerntemperatur absinkt. Ein kaltes Bad am frühen Abend kann diesen Abfall unterstützen, weil der Körper danach über die Haut Wärme abgibt. Gleichzeitig schüttet Kälte massiv Noradrenalin aus, und Noradrenalin ist ein Wachmacher. Wer also abends um 21 Uhr in die Tonne steigt, wundert sich manchmal, warum er um Mitternacht noch hellwach im Bett liegt.
Unsere praktische Empfehlung aus vielen Rückmeldungen: morgens oder am frühen Nachmittag eisbaden, dann nutzt du den Wachmacher-Effekt dort wo er hilft. Wenn du abends badest, leg mindestens zwei bis drei Stunden Abstand zum Schlafengehen. Und wenn du zu den Menschen gehörst, die nach dem Eisbad besonders gut schlafen, dann bleib einfach bei deinem Rhythmus. Hier ist die individuelle Reaktion größer als alles was die Studienlage hergibt.
Wann Eisbaden nicht gesund ist: Risiken und Grenzen
Ein Artikel über Eisbaden und Gesundheit, der nur die Vorteile aufzählt, ist kein guter Artikel. Deshalb dieser Abschnitt, und wir meinen ihn genauso ernst wie den Rest. Eine ausführlichere Fassung findest du in unserem Beitrag zu den Risiken und Nebenwirkungen des Eisbadens.
Der Kälteschock in der ersten Minute
Die gefährlichste Phase beim Eisbaden ist nicht die zehnte Minute, sondern die erste. Sobald eine große Hautfläche mit kaltem Wasser in Kontakt kommt, läuft eine Reflexkette ab, die man nicht willentlich abschalten kann: ein unwillkürliches tiefes Einatmen (der sogenannte Gasp-Reflex), danach unkontrollierte Hyperventilation, ein schlagartiger Anstieg von Puls und Blutdruck sowie eine deutliche Einschränkung des klaren Denkens.
Eine Zahl macht das Ausmaß greifbar: die Zeit, die ein Mensch die Luft anhalten kann, fällt in sehr kaltem Wasser von etwa 45 Sekunden auf unter 10 Sekunden. Wer in dieser Phase unter Wasser gerät, hat kaum eine Reserve. Genau deshalb passieren die meisten tödlichen Unfälle in kaltem Wasser nicht durch Unterkühlung, sondern in den ersten Sekunden bis Minuten.
Die gute Nachricht: dieser Reflex gewöhnt sich schnell ab. Arbeiten der University of Portsmouth zeigen, dass bereits fünf bis sechs kurze Kältereize genügen, um die Reaktion erheblich abzuschwächen. Deshalb sind die ersten Male so unangenehm und danach wird es rasch deutlich angenehmer. Kalt duschen ist dafür ein völlig legitimer Einstieg.
Autonomer Konflikt und Herzrhythmus
Dieses Phänomen ist wenig bekannt und trotzdem der plausibelste Erklärungsansatz für plötzliche Todesfälle in kaltem Wasser bei ansonsten gesunden Menschen. Shattock und Tipton haben es 2012 im Journal of Physiology unter dem Begriff „autonomic conflict“ beschrieben.
Vereinfacht gesagt geraten zwei gegensätzliche Reflexe gleichzeitig in Gang. Der Kälteschock aktiviert den Sympathikus und treibt den Puls hoch. Das Eintauchen des Gesichts zusammen mit Luftanhalten löst dagegen den Tauchreflex aus, der über den Parasympathikus den Puls bremst. Beide Signale treffen gleichzeitig am Herzen ein, und aus diesem Konflikt können Rhythmusstörungen entstehen. Bei einem gesunden Herzen bleibt das meist folgenlos, bei einer nicht bekannten Vorschädigung nicht unbedingt.
Praktisch bedeutet das drei einfache Regeln, die eigentlich jeder Eisbader kennen sollte: nicht springen, das Gesicht nicht mit Anlauf untertauchen und im kalten Wasser nicht die Luft anhalten. Wer langsam einsteigt, ruhig weiteratmet und den Kopf oben behält, umgeht diesen Mechanismus fast vollständig.
Für wen Eisbaden tabu ist
Die folgende Liste ersetzt kein ärztliches Gespräch, sie soll dir nur zeigen, wann eines nötig ist. Im Zweifel gilt immer: erst fragen, dann baden.
| Situation | Einschätzung |
|---|---|
| Bekannte Herzerkrankung, KHK, Herzinfarkt in der Vorgeschichte | Kein Eisbaden ohne kardiologische Abklärung |
| Herzrhythmusstörungen, Long-QT-Syndrom | Kein Eisbaden ohne ärztliche Freigabe |
| Schlecht eingestellter Bluthochdruck | Erst behandeln lassen |
| Schwangerschaft | Vorher ärztlich abklären |
| Epilepsie | Niemals allein, ärztliche Rücksprache |
| Kälteurtikaria (Nesselsucht durch Kälte) | Ernstzunehmendes Risiko, kein Eisbaden |
| Raynaud-Syndrom | Mit Vorsicht, Neopren an Händen und Füßen |
| Schilddrüsenerkrankungen | Ärztlich abklären |
| Akuter Infekt, Fieber | Aussetzen bis es vorbei ist |
| Alkohol oder Drogen im Spiel | Auf keinen Fall |
| Allein und ohne Ausstiegshilfe | Gerade am Anfang vermeiden |
Und noch ein Punkt, der oft vergessen wird: der sogenannte Afterdrop. Deine Körperkerntemperatur sinkt nach dem Ausstieg noch weiter, weil kaltes Blut aus Armen und Beinen zurück in den Rumpf strömt. Der tiefste Punkt liegt typischerweise 10 bis 20 Minuten nach dem Bad, also genau dann, wenn du dich schon wieder sicher fühlst. Deshalb: sofort abtrocknen, anziehen, Mütze auf, in Bewegung bleiben. Und nicht sofort heiß duschen oder in die Sauna, solange du noch stark zitterst. Wie du es richtig machst, steht im Detail in unserem Beitrag dazu, wie du dich nach dem Eisbad aufwärmen solltest.
Wie gesund eisbaden? Die richtige Dosis
Wenn du nur einen Abschnitt aus diesem Artikel praktisch umsetzt, dann diesen. Denn die häufigste Ursache für schlechte Erfahrungen ist nicht das Eisbaden an sich, sondern die falsche Dosierung. Ausführlicher gehen wir darauf in den Beiträgen Wie lange sollte ich eisbaden? und Ab welchen Temperaturen sprechen wir von Eisbaden? ein.
| Dein Ziel | Temperatur | Dauer | Häufigkeit |
|---|---|---|---|
| Einstieg und Gewöhnung | 12 bis 18 °C | 30 Sek. bis 2 Min. | 2 bis 3x pro Woche |
| Stimmung und Wachheit | 10 bis 20 °C | 3 bis 5 Min. | 2 bis 4x pro Woche |
| Regeneration nach Sport | 11 bis 15 °C | 10 bis 15 Min. | nach Bedarf |
| Klassisches Winterbaden | 0 bis 5 °C | 1 bis 3 Min. | 2 bis 4x pro Woche |
Eine oft genannte Faustregel lautet, dass rund 11 Minuten Kälte pro Woche, verteilt auf mehrere kurze Einheiten, ein guter Richtwert sind. Diese Zahl stammt aus einer Auswertung von Beobachtungsdaten und ist keine harte Dosierungsvorschrift, sie hat sich als Orientierung aber bewährt. Vier Bäder à drei Minuten pro Woche liegen also genau im Zielbereich. Damit du überhaupt weißt, wo du dosierungstechnisch stehst, gehört ein digitales Thermometer zur Grundausstattung. Die gefühlte Wassertemperatur liegt erfahrungsgemäß gerne mal drei bis vier Grad daneben.
Drei Grundsätze, die aus allem oben Gesagten folgen:
- Regelmäßigkeit schlägt Intensität. Fast jeder positive Befund in diesem Artikel stammt aus wiederholter Anwendung über Wochen und Monate, nicht aus einzelnen Extremerfahrungen.
- Kürzer ist meistens richtig. Nach zwei bis drei Minuten bei sehr kaltem Wasser hast du praktisch alles mitgenommen. Der Rest ist Ego und erhöht nur das Risiko.
- Wärmer geht auch. Für die Stimmungswirkung reichen 20 Grad. Du musst dich nicht durch 2 Grad quälen, um einen Nutzen zu haben. Das macht übrigens auch Eisbaden im Sommer deutlich einfacher als die meisten denken.
Und was sagt unsere Community? Ist Eisbaden gesund?
Unsere Eisbader und Eisbaderinnen schwärmen in der Regel über die gesundheitlichen Vorteile des Eisbadens. Besonders häufig wird die positive Wirkung auf die mentale Gesundheit hervorgehoben: Durch den Gang ins kalte Wasser sei man stressresistenter und innerlich ausgeglichener geworden. Viele betrachten Eisbaden außerdem als eine gute Möglichkeit, die mentale Stärke zu trainieren. Aber einigen Eisbadern und Eisbaderinnen geht es durchaus auch um die körperliche Gesundheit. So gibt es Berichte aus unserer Community, dass Eisbaden die Behandlung von Migränen positiv unterstützt hat. Bei einigen Eisbadern hat sich außerdem das Hautbild deutlich verbessert. Dass man durch Eisbaden allgemein weniger anfällig für Erkältungen ist, ist ein weiterer Punkt, den einige Mitglieder aus unserer Community unterschreiben würden.
Wir müssen dazu aber deutlich sagen, was solche Rückmeldungen sind und was sie nicht sind. Es sind Erfahrungsberichte, keine Belege. Menschen die aufgehört haben, weil es ihnen nichts gebracht hat, schreiben uns in aller Regel nicht. Wer über Jahre dabeibleibt, erzählt zwangsläufig eine positive Geschichte, sonst wäre er nicht mehr dabei. Diese Verzerrung ist in jeder Community eingebaut und wir wollen sie hier nicht als Wissenschaft verkaufen.
Was uns trotzdem auffällt und was wir für aussagekräftig halten, ist die Einheitlichkeit bei einem einzigen Punkt. Egal ob jemand 25 oder 70 ist, ob er wegen Rückenschmerzen, wegen des Kopfs oder aus Neugier angefangen hat: fast alle beschreiben denselben Effekt auf die Stimmung und die Stressverarbeitung. Die körperlichen Effekte werden dagegen sehr unterschiedlich geschildert. Genau dieses Muster deckt sich mit der Studienlage, in der die mentalen Befunde ebenfalls am konsistentesten sind.
Besonders besorgniserregende Berichte oder schlechte Erfahrungen mit Eisbaden im Hinblick auf die eigene Gesundheit haben uns nicht erreicht. Erschöpfung, Erkältungen, Kopfschmerzen oder Sehstörungen sind einige der negativen Reaktionen, die nach dem Gang ins eisige Wasser aufgetreten sind – allerdings scheinen diese häufig mit der Wassertemperatur (= zu kalt) und/oder Dauer des Eisbadens (= zu lange) zusammenzuhängen. Das Raynaud-Syndrom, das u. a. zu Farbveränderungen in einem oder mehreren Fingern führen kann, ist eine weitere Begleiterscheinung bei einigen Mitgliedern von unserer Community – hier können Neoprensocken und Handschuhe hilfreich sein.
Zusammenfassend überwiegen also die gesundheitlichen Vorteile bei unseren Eisbadern. Da der Gang ins eisige Wasser den Körper (und den Geist) stark herausfordert, macht man das nur in einer guten gesundheitlichen Verfassung. Menschen mit Vorerkrankungen holen sich vorab medizinischen Rat. Und wenn man dann im Eiswasser verweilt: Auf den Körper hören und nur solange im Wasser bleiben, wie man sich wohlfühlt. Und wenn du jetzt Lust bekommen hast selbst anzufangen: in unserem großen Ratgeber zum Eisbaden zuhause zeigen wir dir alle Möglichkeiten von der Badewanne über die Regentonne bis zum professionellen Kältebecken.
Häufige Fragen zu Eisbaden und Gesundheit
Ist Eisbaden wirklich gesund?
Für gesunde Menschen ja, bei richtiger Dosierung. Am besten belegt sind die Wirkungen auf Stimmung, Stressverarbeitung und die Anpassung an Kälte. Schwächer belegt sind Immunsystem, Entzündungshemmung und Gewichtsabnahme. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann Eisbaden gefährlich sein.
Ab wann ist Eisbaden ungesund?
Wenn du zu lange bleibst, zu kalt einsteigst, allein badest, vorher Alkohol getrunken hast oder eine Vorerkrankung ignorierst. Klare Abbruchsignale sind unkontrolliertes starkes Zittern, Schwindel, Sprachprobleme oder taube Finger, die sich nicht mehr erholen.
Wie oft muss ich eisbaden, damit es etwas bringt?
Zwei bis vier kurze Einheiten pro Woche sind ein realistischer und gut untersuchter Rahmen. Die Anpassungseffekte brauchen Wochen bis Monate, nicht Tage. Die finnische Studie von 2004 zeigte deutliche Unterschiede erst nach rund vier Monaten.
Stärkt Eisbaden das Immunsystem?
Die Datenlage ist widersprüchlich. Einzelne Arbeiten zeigen nach mehreren Wochen eine milde Aktivierung, eine Untersuchung an Eisbadern gegenüber Poolschwimmern fand dagegen keinen Schutz vor Atemwegsinfekten. Die große Übersichtsarbeit von 2025 fand unmittelbar nach dem Bad keinen signifikanten Effekt auf die Immunfunktion.
Ist Eisbaden gut für das Herz?
Bei gesunden Menschen gibt es Hinweise auf schützende Anpassungen, allerdings aus kleinen Querschnittsstudien. Akut bedeutet Eisbaden immer eine erhebliche Kreislaufbelastung. Bei bekannter Herzerkrankung, Rhythmusstörungen oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck gehört die Entscheidung in ärztliche Hände.
Kann man durch Eisbaden abnehmen?
Kaum, jedenfalls nicht direkt. Kälte aktiviert braunes Fettgewebe und erhöht den Energieverbrauch, aber die Menge ist beim Erwachsenen klein und der Effekt entsprechend gering. Dazu kommt, dass Kälte den Appetit anregt. Als Teil einer aktiven Routine kann Eisbaden trotzdem indirekt helfen.
Hilft Eisbaden gegen Depressionen?
Es gibt vielversprechende Hinweise, darunter eine randomisierte Studie zur Ganzkörper-Kältekammer als Ergänzung zur Medikation. Für Eisbaden im engeren Sinn existieren bislang vor allem Einzelfallberichte und Hypothesenarbeiten. Eisbaden kann ein Baustein sein, es ersetzt aber weder Therapie noch Medikamente.
Sollte ich nach dem Sport eisbaden?
Kommt darauf an, was du erreichen willst. Nach Wettkämpfen und Ausdauereinheiten spricht viel dafür. Direkt nach dem Krafttraining eher nicht, weil Kälte den Muskelaufbau nachweislich dämpft. Dann lieber mehrere Stunden Abstand lassen.
Wie kalt muss das Wasser sein, damit Eisbaden gesund ist?
Kälter ist nicht automatisch besser. Für den Stimmungseffekt reichten in der Portsmouth-Studie 20 °C und fünf Minuten. Gegen Muskelkater schnitt in der Meta-Analyse von 2025 der Bereich 11 bis 15 °C sogar besser ab als sehr kaltes Wasser.
Darf ich mit Erkältung eisbaden?
Bei leichtem Schnupfen ohne Fieber entscheiden das viele selbst. Bei Fieber, Gliederschmerzen oder einem Infekt, der auf die Bronchien geht, gehört das Eisbad ausgesetzt. Dein Körper ist dann bereits im Stressmodus und braucht keinen zusätzlichen Reiz.
Fazit: Ist Eisbaden gesund?
Nach dem Durchgehen von über zwanzig Studien lautet unsere ehrliche Antwort: ja, für gesunde Menschen und in der richtigen Dosis. Aber anders als die meisten denken.
Am stärksten belegt sind ausgerechnet die Effekte, die am wenigsten spektakulär klingen. Bessere Stimmung. Mehr Wachheit. Eine gelassenere Reaktion auf Stress. Eine echte, messbare Anpassung an Kälte, die sich bis in die Regulation des braunen Fettgewebes verfolgen lässt. Das sind keine Wunder, aber es sind reale Effekte, und sie sind für die Lebensqualität im Alltag ziemlich viel wert.
Deutlich schwächer sieht es bei genau den Versprechen aus, mit denen am lautesten geworben wird. Das Immunsystem: widersprüchlich. Die Entzündungshemmung: direkt nach dem Bad eher das Gegenteil. Abnehmen: ein kleiner Effekt, der im Alltag untergeht. Und die Heilung von Krankheiten ist schlicht kein Thema, über das man beim Eisbaden seriös sprechen kann.
Was uns beim Zusammentragen dieses Artikels am meisten beschäftigt hat, ist der Placebo-Befund von Broatch. Eine Gruppe, die in 34 Grad warmem Wasser saß und glaubte, es sei ein Kältebad, erholte sich genauso gut wie die echte Kaltwassergruppe. Man kann das als Entlarvung lesen. Wir lesen es anders: Erwartung, Ritual und das Gefühl, selbst etwas für sich zu tun, sind keine Störgrößen, sondern ein Teil der Wirkung. Und das gilt auch dann, wenn man es beim Namen nennt.
Unser praktisches Fazit in drei Sätzen. Fang warm an und arbeite dich langsam runter, nicht umgekehrt. Bleib kurz und dafür regelmäßig, denn alle guten Befunde stammen aus Wiederholung und nicht aus Rekorden. Und wenn du irgendeine Vorerkrankung hast, sprich einmal kurz mit deiner Ärztin, bevor du anfängst. Danach kannst du ziemlich beruhigt in die Tonne steigen. Weitere Antworten auf typische Einsteigerfragen findest du in unseren FAQ rund ums Eisbaden.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenn du gesundheitliche Beschwerden oder Vorerkrankungen hast, sprich bitte vor dem Eisbaden mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Quellen und Studien
Alle im Artikel genannten Arbeiten in der Übersicht, damit du selbst nachlesen kannst.
- Cain T. et al. (2025): Effects of cold-water immersion on health and wellbeing: A systematic review and meta-analysis. PLOS ONE. Zur Studie
- Netzwerk-Meta-Analyse (2025): Impact of different doses of cold water immersion on recovery from acute exercise-induced muscle damage. Frontiers in Physiology. Zur Studie
- Šrámek P. et al. (2000): Human physiological responses to immersion into water of different temperatures. European Journal of Applied Physiology. Zur Studie
- Yankouskaya A. et al. (2023): Short-Term Head-Out Whole-Body Cold-Water Immersion Facilitates Positive Affect. Biology. Zur Studie
- Søberg S. et al. (2021): Altered brown fat thermoregulation and enhanced cold-induced thermogenesis in young, healthy, winter-swimming men. Cell Reports Medicine. Zur Studie
- Espeland D., de Weerd L., Mercer J. (2022): Health effects of voluntary exposure to cold water. International Journal of Circumpolar Health. Zur Studie
- Janský L. et al. (1996): Immune system of cold-exposed and cold-adapted humans. Zur Studie
- Buijze G.A. et al. (2016): The Effect of Cold Showering on Health and Work. PLOS ONE. Zur Studie
- Collier N. et al. (2021): Habitual cold-water swimming and upper respiratory tract infection. Rhinology. Zur Studie
- Siems W.G. et al. (1994): Uric acid and glutathione levels during short-term whole body cold exposure. Zur Studie
- Manolis A.S. et al. (2019): Winter Swimming: Body Hardening and Cardiorespiratory Protection Via Sustainable Acclimation. Current Sports Medicine Reports. Zur Studie
- Chęcińska-Maciejewska Z. et al. (2015): Untersuchung zu Kälteadaptation und kardioprotektiven Markern. Zur Studie
- Huttunen P. et al. (2004): Winter swimming improves general well-being. International Journal of Circumpolar Health. Zur Studie
- Broatch J.R. et al. (2014): Postexercise cold water immersion benefits are not greater than the placebo effect. Zur Studie
- Peake J.M. et al. (2017): The effects of cold water immersion and active recovery on inflammation and cell stress responses in human skeletal muscle after resistance exercise. Zur Studie
- Roberts L.A. et al. (2015): Post-exercise cold water immersion attenuates acute anabolic signalling and long-term adaptations in muscle to strength training. The Journal of Physiology. Zur Studie
- Piñero A. et al. (2024): Throwing cold water on muscle growth: A systematic review with meta-analysis. European Journal of Sport Science. Zur Studie
- Shattock M.J., Tipton M.J. (2012): ‚Autonomic conflict‘: a different way to die during cold water immersion? The Journal of Physiology. Zur Studie
- Muzik O. et al. (2018): „Brain over body“ – A study on the willful regulation of autonomic function during cold exposure. NeuroImage. Zur Studie
- Shevchuk N.A. (2008): Adapted cold shower as a potential treatment for depression. Medical Hypotheses. Zur Studie
- van Tulleken C. et al. (2018): Open water swimming as a treatment for major depressive disorder. BMJ Case Reports. Zum Fallbericht
- Rymaszewska J. et al. (2020): Efficacy of the Whole-Body Cryotherapy as Add-on Therapy to Pharmacological Treatment of Depression – A Randomized Controlled Trial. Frontiers in Psychiatry. Zur Studie
Zuletzt überprüft und aktualisiert: August 2026. Wir haben für diese Fassung sämtliche Quellenangaben einzeln nachgeschlagen und drei nicht auffindbare Studien aus dem Abschnitt zu Krebs entfernt.

Moin liebe Kollegen,
mein Name ist Arne Fischer und ich lebe und arbeite in Meppen im fernen Emsland.
Ich wollte einfach mal eisbaderische Grüße an Euch dalassen da ich auch als Eisbaden Coach arbeite und das Team Frost – Emsland Eisbaden anführe. Ich habe mich beim Erstellen meiner Eisbaden Homepage schon gefragt wer mir die Domain „Eisbaden.de“ weggeschnappt hat. 😉 Ich in froh das Ihr es wart denn Eure Seite ist in Sachen Eisbaden ein absolutes Vorbild, ich hätte es Alleine niemals so perfekt hinbekommen. Vielleicht können wir uns ja eines Tages so gar mal gegenseitig besuchen mit einer jeweiligen Eisbader Truppe für eine gemeinsame Bewässerung. Herzensgrüße, Arne