Die BGM-Maßnahme, an der niemand vorbeigeht
Rückenscreening, Obstkorb, Vortrag zum Stressmanagement – gut gemeint, aber die Teilnahmequoten sprechen für sich. Ein begleiteter Eisbad-Workshop zieht auch die Belegschaft an, die sonst um den Gesundheitstag herumläuft, und hinterlässt eine Erfahrung statt eines Handouts. Durchführbar als Station im Tagesprogramm oder als eigener Termin.
- Als Station oder Einzeltermin
- Bis zu 90 Personen pro Tag
- Bei euch vor Ort, im DACH-Raum

- 90 Min.pro Durchgang
- 7–30Teilnehmende pro Gruppe
- 3 Durchgängean einem Tag möglich
- Indooroder auf dem Gelände
Psychische Belastung ist längst der Kostentreiber
Die Zahlen sind deutlicher, als die meisten BGM-Budgets widerspiegeln. Nach dem Fehlzeiten-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK stiegen die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen zwischen 2016 und 2025 von 284 auf 403 Tage je 100 Mitglieder – ein Plus von knapp 42 Prozent, auf Basis der Daten von 14,9 Millionen beschäftigten Versicherten.1 Und sie fallen besonders ins Gewicht: Mit durchschnittlich 28,5 Arbeitsunfähigkeitstagen je Fall führen psychische Diagnosen die Statistik der Falldauer an, deutlicher als jede andere Diagnosegruppe.2
Umgekehrt ist auch belegt, dass sich Gegenmaßnahmen rechnen. Der iga-Report 28, der rund 2.400 Studien zusammenführt, kommt zu dem Ergebnis, dass betriebliche Gesundheitsförderung krankheitsbedingte Fehlzeiten im Mittel um etwa ein Viertel senkt und dass jedem investierten Euro rund 2,70 Euro an eingesparten Fehlzeitenkosten gegenüberstehen.3
Der Haken liegt nicht beim Nutzen, sondern bei der Reichweite: Die Angebote erreichen oft genau diejenigen, die ohnehin auf sich achten. Was ein BGM braucht, sind Maßnahmen mit Zugkraft.
Warum ein Eisbad-Workshop im BGM funktioniert
Er erzeugt Aufmerksamkeit, ohne Werbung dafür zu brauchen
Ein Becken mit Eiswasser auf dem Firmengelände ist ein Gesprächsthema, bevor der erste Durchgang beginnt. Erfahrungsgemäß melden sich Mitarbeitende an, die seit Jahren an keinem BGM-Angebot teilgenommen haben – nicht wegen der Gesundheitswirkung, sondern weil sie wissen wollen, ob sie es schaffen. Dass sie dabei eine Atemtechnik lernen, ist der eigentliche Gewinn für euch.
Die Teilnehmenden nehmen etwas mit, das sie anwenden können
Eine Meta-Analyse über 36 Studien mit 55 Interventionen zeigt, dass betriebliche Stressmanagement-Programme einen mittleren bis großen Effekt auf die psychische Belastung der Teilnehmenden haben (Cohen’s d = 0,53).4 Entscheidend ist dabei, dass eine konkrete Technik vermittelt wird und nicht nur Wissen über Stress. Genau das leistet der Atemteil eines Workshops: eine Übung, die in zwei Minuten funktioniert und ohne Hilfsmittel an jedem Schreibtisch läuft.
Und es gibt einen Hinweis auf harte Kennzahlen
In einer randomisiert-kontrollierten Studie mit 3.018 Teilnehmenden beendeten drei Interventionsgruppen ihre Dusche 30 Tage lang mit 30, 60 oder 90 Sekunden kaltem Wasser. Die selbstberichteten krankheitsbedingten Fehltage lagen in diesen Gruppen 29 Prozent unter der Kontrollgruppe.5 Das ist nicht ein Eisbad-Workshop – aber es ist ein belastbarer Hinweis darauf, dass regelmäßige Kälteexposition im Alltag auf eine Kennzahl wirkt, die in jedem BGM-Bericht steht. Und der Einstieg in diese Routine ist genau das, was ein Workshop vermittelt.
Als Station im Tagesprogramm
Die meisten Anfragen betreffen einen bestehenden Gesundheitstag, in dem ein Programmpunkt fehlt. Dafür haben wir ein festes Stationsformat – mit Zahlen, mit denen ihr planen könnt.
Bis zu 90 Personen am Tag
Drei Durchgänge à 90 Minuten mit jeweils bis zu 30 Teilnehmenden. Mit einem zweiten Trainerteam und einem zweiten Becken verdoppelt sich die Kapazität – sinnvoll ab etwa 150 Mitarbeitenden am Standort.
Rund 25 Quadratmeter
Für Becken, Umkleidebereich und die Gruppe im Kreis. Innenhof, Tiefgaragenebene, Werkshalle, Wiese, Hotelterrasse – alles schon gemacht. Ein Raum oder Zelt zum Umziehen sollte in der Nähe sein.
Zeitslots statt Warteschlange
Wir empfehlen Anmeldelisten je Durchgang, sonst steht die halbe Belegschaft gleichzeitig am Becken. Eine Vorlage für die interne Ankündigung und die Gesundheits-Selbstauskunft bekommt ihr von uns.
Drei Formate, je nach Zeitbudget
Alle Formate laufen bei euch vor Ort. Jede Gruppe umfasst 7 bis 30 Personen. Größere Belegschaften teilen wir auf, dann kommen mehrere Trainer und die Gruppen laufen parallel oder nacheinander.
Kompakt-Workshop
90 Minuten
- Dauerca. 90 Min.
- Gruppe7–30 Personen
- OrtIndoor oder outdoor
Das Stationsformat für den Gesundheitstag – dreimal am Tag wiederholbar, in der Mittagspause machbar, ohne dass jemand einen halben Arbeitstag blockiert.
- Kurze Theorie: Stressreaktion, Nervensystem, was beim Eisbad im Körper passiert
- Angeleitete Atemübungen
- Begleitete Kälteexposition, jeder im eigenen Tempo
- Gemeinsames Aufwärmen und eine Übung für den Arbeitsalltag
Halbtages-Workshop
3–4 Stunden
- Dauer3–4 Std.
- Gruppe7–30 Personen
- OrtIndoor oder outdoor
Für Gesundheitswochen oder als eigenständiger Termin für eine Abteilung. Mit zweitem Durchgang im Wasser – dem Moment, in dem Teilnehmende selbst merken, dass die Reaktion schwächer wird.
- Vertiefte Einordnung: wie Atmung und Kälte zusammenwirken
- Mehrere Atemtechniken für unterschiedliche Situationen
- Zwei Durchgänge Kälteexposition mit Reflexion dazwischen
- Transfer: konkrete Übungen für den Arbeitsalltag
Tages-Workshop
Ganztägig
- Dauer6–8 Std.
- Gruppe7–30 Personen
- Ortnach Absprache
Für Multiplikatoren-Schulungen, Gesundheitslotsen und Führungskreise – also überall dort, wo die Teilnehmenden das Thema anschließend weitertragen sollen.
- Alle Inhalte des Halbtages-Formats
- Zusätzlich wählbar: Bewegung, Yoga, Wanderung in der Natur
- Weitere Formen der Kälteexposition, etwa Kontrastbäder oder Sauna-Kombination
- Abschluss mit individuellem Plan für die nächsten vier Wochen
Drei Setups – je nachdem, was ihr habt
Die häufigste Rückfrage aus dem BGM lautet: Was müssen wir eigentlich stellen? Antwort: im Idealfall Wasser und Eis, alles andere lässt sich lösen.
Ihr stellt Wasser und Eis
Die günstigste und schnellste Variante. Ihr habt einen Wasseranschluss und organisiert Eis über einen lokalen Lieferanten, wir bringen Becken, Material und Trainer mit. Für die meisten Firmenstandorte problemlos machbar.
Wir bringen das Eis mit
Kein Eislieferant in der Nähe oder ihr wollt euch nicht darum kümmern? Dann übernehmen wir die Beschaffung und den Transport. Das schlägt sich im Angebot nieder, spart euch aber die komplette Organisation.
Wir bringen Kühlaggregate mit
Für Gesundheitstage mit mehreren Durchgängen, größere Gruppen oder wenn Eis logistisch nicht funktioniert: Wir stellen Becken mit Kühleinheit, die das Wasser über den ganzen Tag zuverlässig unter 5 °C halten. Braucht einen Stromanschluss vor Ort.
Wie sich der Workshop ins BGM einfügt
Ein Workshop ist eine Maßnahme der Verhaltensprävention: Er setzt bei der einzelnen Person und ihrer Fähigkeit zur Selbstregulation an. Er ersetzt damit nicht die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung nach § 5 ArbSchG und auch keine strukturellen Änderungen an Arbeitsmenge, Führung oder Erreichbarkeitserwartungen. Am stärksten wirkt er deshalb als ein Baustein in einem Konzept, das beide Ebenen bedient – und als der Baustein, über den anschließend geredet wird.
In der Praxis bewähren sich vier Einsatzpunkte:
- Gesundheitstag oder Gesundheitswoche. Als Station mit eigener Anmeldung – das Format mit der höchsten Nachfrage im Programm.
- Multiplikatoren-Schulung. Gesundheitslotsen, Betriebssportgruppen oder Ersthelfer, die das Thema anschließend im Betrieb weitertragen.
- Führungskreis. Wer selbst erlebt hat, dass Regulation trainierbar ist, spricht anders über Belastung im Team. Dazu mehr auf der Seite Eisbaden für Führungskräfte.
- Abteilung nach einer Belastungsspitze. Nach Jahresabschluss, Go-Live oder Audit als bewusster Schlusspunkt.
Geht es euch primär um die Prävention psychischer Erschöpfung, ist Burnout-Prävention für Unternehmen die passende Seite. Soll vor allem der Zusammenhalt im Team gestärkt werden, findet ihr das unter Teambuilding mit Eisbaden.

Was am Tag selbst passiert
Niemand muss ins Wasser. Das ist keine Floskel, sondern die Grundregel jedes Workshops – und genau deshalb gehen am Ende fast alle rein.
- Vorgespräch zu Zielsetzung, Gruppe und Rahmenbedingungen
- Gesundheits-Selbstauskunft vor der Teilnahme, Ausschlusskriterien werden klar benannt
- Die Kälteexposition ist freiwillig – wer zuschaut, bekommt denselben Theorie- und Atemteil
- Durchgehende Betreuung durch ausgebildete Trainer, nie unbeaufsichtigtes Baden
- Angeleitetes Aufwärmen statt heißer Dusche
- Vorlagen für interne Ankündigung und Selbstauskunft stellen wir bereit
Für wen Kälteexposition nicht geeignet ist
Damit ihr vorab wisst, worauf wir achten: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer füllt vor dem Workshop eine kurze Selbstauskunft aus.
| Situation | Teilnahme an der Kälteexposition |
|---|---|
| Bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung, Herzrhythmusstörungen | Nicht ohne ärztliche Freigabe |
| Bluthochdruck, auch medikamentös eingestellt | Nur nach ärztlicher Abklärung |
| Schwangerschaft | Keine Teilnahme an der Kälteexposition |
| Epilepsie, Krampfanfälle in der Vorgeschichte | Keine Teilnahme |
| Akuter Infekt, Fieber | Keine Teilnahme an diesem Tag |
| Raynaud-Syndrom, Kälteurtikarie | Keine Teilnahme |
| Unsicherheit, allgemeines Unwohlsein | Theorie- und Atemteil ja, Wasser freiwillig |
Aktivierende Atemtechniken mit Hyperventilation praktizieren wir grundsätzlich getrennt vom Wasser, im Sitzen oder Liegen an Land. Im Wasser wird ausschließlich ruhig geatmet und niemals der Atem angehalten. Mehr dazu in unseren Guides zu den Risiken beim Eisbaden und zur Atmung beim Eisbaden.
Mit wem wir arbeiten
Industrie und Mittelstand
Unter anderem ein Messtechnik-Konzern aus Baden-Württemberg, für den wir Workshops im Rahmen des Gesundheitsprogramms durchgeführt haben.
Unternehmensberatung
Ein weltweit tätiges Strategieberatungsunternehmen, das die Formate für Teams mit hoher Reise- und Projektbelastung eingesetzt hat.
Öffentlicher Dienst
Eine deutsche Polizeibehörde – eine Zielgruppe, in der Stressregulation unter Druck nicht Theorie, sondern Teil des Berufs ist.
Wir nennen Kundennamen nur mit ausdrücklicher Freigabe. Wenn ihr vor einer Entscheidung mit einer Referenz sprechen möchtet, stellen wir nach Rücksprache gerne einen Kontakt her.
Häufige Fragen
Ist der Workshop nach § 20 SGB V zertifiziert?
Nein. Damit greift der Freibetrag nach § 3 Nr. 34 EStG nicht. Je nach Ausgestaltung kommen die Regelungen zur Betriebsveranstaltung oder die Pauschalierung nach § 37b EStG in Betracht – bei den meisten Kunden läuft der Workshop als Betriebsveranstaltung oder direkt aus dem BGM-Sachbudget. Das solltet ihr vor der Kalkulation mit eurer Steuerabteilung klären.
Wie viele Mitarbeitende bekommen wir an einem Tag durch?
Mit einem Trainerteam und einem Becken bis zu 90 Personen: drei Durchgänge à 90 Minuten mit jeweils bis zu 30 Teilnehmenden. Ab etwa 150 Mitarbeitenden am Standort empfehlen wir ein zweites Team und ein zweites Becken, dann verdoppelt sich die Kapazität.
Wie viel Platz brauchen wir?
Rund 25 Quadratmeter für Becken, Umkleidebereich und die Gruppe im Kreis, plus einen Raum oder ein Zelt zum Umziehen in der Nähe. Ein Wasseranschluss ist ideal, bei Kühlaggregaten zusätzlich ein Stromanschluss.
Müssen alle Mitarbeitenden ins kalte Wasser?
Nein. Die Kälteexposition ist in jedem Workshop freiwillig. Wer nicht ins Wasser geht, nimmt am Theorie- und Atemteil vollständig teil. Erfahrungsgemäß entscheiden sich die meisten im Verlauf doch dafür – aber nie unter Gruppendruck.
Was kostet der Workshop?
Das hängt von Gruppengröße, Format, Anfahrt und der Infrastruktur vor Ort ab. Schreibt uns diese vier Punkte, dann bekommt ihr zeitnah ein konkretes Angebot.
Lässt sich das in ein bestehendes Gesundheitstagsprogramm einbauen?
Ja, das ist der häufigste Anwendungsfall. Wir kommen als eigene Station mit Zeitslots und Anmeldeliste. Vorlagen für die interne Ankündigung und die Gesundheits-Selbstauskunft bekommt ihr von uns.
Findet der Workshop auch im Sommer statt?
Ja. Im Sommer kühlen wir das Wasser mit Eis oder Kühlaggregaten auf unter 5 °C. Der Kältereiz ist derselbe – der Kontrast zur Außentemperatur wird von vielen sogar als intensiver erlebt.
Kommt ihr auch an unseren Standort?
Ja. Unsere Trainer sind im gesamten DACH-Raum verteilt und reisen an. Die Anfahrt fließt ins Angebot ein.
Sagt uns, was ihr vorhabt – wir melden uns mit einem Vorschlag
Mit vier Angaben können wir direkt kalkulieren, statt dreimal nachzufragen.
2. Wunschformat: 90 Minuten, Halbtag oder Tag
3. Ort beziehungsweise Standort
4. Sind Wasser und Eis vor Ort verfügbar?
Lieber direkt sprechen? +49 1520 5829133
Quellen
- Wissenschaftliches Institut der AOK (2026): Fehlzeiten-Report 2026. Fehltage wegen psychischer Erkrankungen je 100 Mitglieder, 2016–2025. Link
- Wissenschaftliches Institut der AOK (2026): Fehlzeiten-Bilanz 2025, Pressemitteilung vom 16.03.2026 – durchschnittliche Falldauer nach Diagnosegruppen. Link
- Initiative Gesundheit und Arbeit (2015): iga-Report 28 – Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention. Link
- Richardson KM, Rothstein HR (2008): Effects of occupational stress management intervention programs: A meta-analysis. Journal of Occupational Health Psychology 13(1), 69–93. Link
- Buijze GA et al. (2016): The Effect of Cold Showering on Health and Work: A Randomized Controlled Trial. PLoS ONE 11(9), e0161749. Link
